In Corona-Zeiten auf Abstände achten: Winser Museumshof ist wieder geöffnet
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Winsen Winser Museumshof ist wieder geöffnet
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In Corona-Zeiten auf Abstände achten: Winser Museumshof ist wieder geöffnet

16:00 22.05.2020
Mike Schönemann, Ralf Kühl (Mitte) und Felicitas Bergner sowie das gesamte Team des Museumshofes freuen sich auf Besucher. Seit Donnerstag ist das Areal wieder geöffnet. Quelle: Stefanie Franke
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Am vergangenen Donnerstag war es endlich soweit. Der Himmelfahrtstag lockte mit strahlendem Sonnenschein die Menschen nach draußen in die Natur. Passend zum schönen Feiertagswetter öffnete der Winser Museumshof nach dem aufgrund der Corona-Pandemie verschobenen Saisonstart erstmals in diesem Jahr seine Pforten. Besucher können nun wieder mittwochs und samstags von 15 bis 18 Uhr sowie sonn- und feiertags von 11 bis 18 Uhr über das Gelände des Freilichtmuseums flanieren.

"Wir wollen Flagge zeigen"

„Uns ist es wichtig, Flagge zu zeigen und zu signalisieren, dass es uns noch gibt und wir für unsere Besucher da sind“, so Ralf Kühl, Vorsitzender des Winser Heimatvereins. Auch für das Team des Museumshofs stellt die Coronakrise eine besondere Herausforderung dar. Felicitas Bergner, wissenschaftliche Mitarbeiterin auf dem Winser Museumshof erzählt, dass hinter den Kulissen weitergearbeitet wurde, der Saisonstart bis zum Tag X geplant und organisiert, Helfer eingeteilt und Aufgaben delegiert. Eigentlich sollte Karfreitag die Saison starten.

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Bis Ende August keine Veranstaltungen

So kam es schließlich, dass der mittlerweile 72. Winser Backtag in diesem Jahr ausfallen musste. „Der Backtag ist eigentlich noch nie ausgefallen“, blickt Bergner zurück: „Das war dann doch sehr einschneidend, da er eine der umsatzstärksten und beliebtesten Veranstaltungen ist.“ Bis Ende August entfallen nun sämtliche Veranstaltungen des Winser Heimatvereines. Umso mehr freut es das Team, dass das Freilichtmuseum am Himmelfahrtstag endlich wieder öffnen durfte. „Obwohl unser Personal überwiegend auch zur Risikogruppe zählt, gab es nur Zuspruch und Begeisterung, als es hieß, dass wir wieder öffnen dürfen,“ erzählt Ralf Kühl.

Interessierte erkundigten sich per Telefon

Nicht nur die Mitwirkenden, sondern auch die Besucher warteten ungeduldig auf die Wiederöffnung. „Ich hatte sogar Anrufe im Büro, wann wir wieder aufmachen,“ ergänzt Bergner. Sie blickt trotz eines „Gefühls der Unsicherheit“ optimistisch in die Zukunft und hofft dabei auf die Unterstützung der Besucher.

Hygiene-Regeln auf dem Museumshof

Natürlich gelten auch beim Besuch des Winser Museumshofes nun etwas andere Regeln als sonst. Der Besuch darf aktuell nur in Haushaltsgemeinschaften erfolgen. Zu anderen Besuchern muss der Mindestabstand eingehalten werden. Auf der Außenanlage muss kein Mund- und Nasenschutz getragen werden, dafür aber in den Häusern des Museumshofes, die nur mit Mitgliedern aus dem eigenen Haushalt gleichzeitig betreten werden dürfen. Desinfektionsmittel steht ebenfalls bereit. Audioguides können derzeit nicht ausgeliehen werden, aber mittels QR-Codes können sich die Besucher zusätzliche Infos auf das Smartphone holen.

Heimatverein hat sich modern aufgestellt

„Wir haben die Zeit genutzt, um alles entsprechend vorzubereiten und auch die Mitgliederwerbung neu aufgestellt“, berichtet Ralf Kühl. Normalerweise erfolgt diese aktiv auf Veranstaltungen durch die direkte Ansprache. Durch eine moderne Aufstellung und Profile auf Facebook und Instagram möchte der Verein nun auch junge Menschen erreichen, um Geschichte weiterhin lebendig werden zu lassen. Im Rahmen einer aktuellen Aktion bekommt jedes neue Mitglied ein Teamshirt des Winser Heimatvereins mit dem eigenen Namen.

Auch das Café Kalandstube ist wieder geöffnet

Mittlerweile durfte auch das zugehörige Café Kalandstube wieder öffnen und das Team der Kalandstube freut sich darauf, die Besucher vor oder nach dem Museumsbesuch mit kleinen Stärkungen zu versorgen. Auch hier mussten Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt werden, Pachtzahlungen gestalteten sich problematisch. „Wir waren mit unseren Pächtern diesbezüglich im ständigen Dialog“, so Kühl.

Von Stefanie Franke

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