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Winsen Kabarettist Gunnar Schade im Winser Café Nebenan: Feststellungen zur Lage der Nation
Celler Land Winsen Kabarettist Gunnar Schade im Winser Café Nebenan: Feststellungen zur Lage der Nation
19:09 18.03.2018
Sein Programm ist gespickt mit bitterbösen Vergleichen: Kabarettist Gunnar Schade. Quelle: David Borghoff
Winsen (Aller)

Winsen.

Sein Einstieg ins Thema: Kinder und Kindererziehung. Kaum sei die Schwangerschaft in Gang gekommen, sieht Schade schon die erste Herausforderung: „die frühkindliche Förderung, die, um mit anderen Ländern konkurrenzfähig zu bleiben, schon als fötales Training beginnen muss.“ Bereits die Namensgebung begründe die Zuordnung in bestimmte Bevölkerungsschichten. Vor dort aus war es zur endlos-fruchtlosen Debatte über Bildungspolitik kein großer Schritt. Und mit der Überleitung hatte der Kabarettist auch die unterbezahlten Frauenberufe und das allgemeine Frauenbild im Griff.

Schades Ausführungen waren gespickt mit bitterbösen Vergleichen und Wortspielereien. Die Bonmots erreichten die aufmerksamen Zuhörer allerdings nicht oft. Der ambitionierte, aber eher scheu wirkende Mann auf dem Barhocker hatte zwar viel Bedenkens- und Kritikwürdiges zusammengetragen, das Geschick eines Entertainers, der mit seinem Humor das Publikum ins Boot holen kann, fehlte ihm aber etwas. Seine Feststellungen zur Lage der Nation blieben dennoch viel beklatscht.

Hart ins Gericht ging Schade mit korrupten Bankern, Vorständen und Geschäftemachern, die stets noch einen Weg gefunden hätten, sich schadlos zu halten, während die normalen Bürger und Steuerzahler die Verfehlungen auszulöffeln hätten – Steuerhinterziehung, Ablösesummen, Diäten, Berliner Flughafen und Stuttgart 21 … die Liste der Vorwürfe war lang. „Würden Politiker nach Leistung bezahlt, kämen sie oft nicht mal in den Ein-Euro-Job-Bereich.“ Und inzwischen rolle die Tsunami der Altersarmut auf uns zu, inklusive Ärztemangel und Zwei-Klassen-Medizin. „Da wird man froh über Senioren in der Familie sein, die einem den Dritte-Zähne-Ersatz secondhand vererben können.“

Weltpolitisch wurde es mit der Diskussionsvorlage um Angst vor Terroranschlägen, der Dauerüberwachung von Mitmenschen und Einrichtungen, dem „Heiligen Krieg“ der Salafisten und der „Flüchtlingsproblematik“. Ausreichend Gesprächsstoff hat Gunnar Schade in jedem Fall geliefert.

Von Doris Hennies

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