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Winsen Landkreis prüft Varianten beim Kreisaltenpflegeheim-Umbau
Celler Land Winsen Landkreis prüft Varianten beim Kreisaltenpflegeheim-Umbau
17:00 22.06.2010
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Winsen (Aller)

Nach seinen Worten würde die Umwandlung der restlichen Doppelzimmer in Einzelzimmer die Zahl der Plätze von 48 auf 39 reduzieren. Doppelzimmer würden heute kaum noch nachgefragt, auch würden sie nicht über eigenes Bad oder WC verfügen. „Das erinnert viel zu sehr an Krankenhaus“, sagte Geschwentner. Bei der Verkleinerung um nen Plätze müsste auch das Personal reduziert werden. „Wir würden das günstige junge Personal verlieren“, räumte er ein. Das würde die finanzielle Lage der Einrichtung, die zurzeit eine gute Auslastung von 98 Prozent aufweise, verschlechtern.

Mit einem Anbau bei gleichzeitiger Umwandlung der Doppelzimmer in Enzelzimmer ließe sich die Zahl von 48 Plätzen halten. Diese Lösung würde nach Geschwentners Angaben 1,7 Millionen Euro kosten. Mit bis zu drei Millionen Euro einschließlich der notwendigen Umgestaltung der Außenanlage würde die große Lösung zu Buche schlagen, bei der eine zusätzliche Dementenstation mit zwölf Plätzen die Zahl der Pflegeplätze auf insgesamt 60 anheben würde. Ein Vorteil wäre die Einstellung von zusätzlichem Personal, wobei die durchschnittlichen Personalkosten gesenkt werden könnten.

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Nachteil bei der teuren Lösung wäre der hohe finanzielle Aufwand, der dazu führen würde, dass das Kreisaltenpflegeheim die höchsten Heimentgelte im Kreis erheben müsste. Die Kosten für einen Pflegeplatz würden um 205 Euro auf rund 3500 Euro steigen müssen. „Und wir laufen Gefahr, nicht ausgelastet zu sein“, sagte Geschwentner und begründete das damit, dass Dementenabteilungen in Pflegeheimen in der Gesellschaft noch immer nicht die notwendige Akzeptanz fänden. Noch läuft bei der Landkreis-Verwaltung die Risikoabschätzung der verschiedenen Varianten, ein Ergebnis liegt noch nicht vor.

Zurzeit werden die 48 Bewohner im Kreisaltenpflegeheim in Winsen von 35 Mitarbeitern betreut, die Einrichtung beschäftig auf 17,5 Stellen Pflegekräfte.

Von Joachim Gries