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Winsen Winsen wappnet sich für die Zukunft
Celler Land Winsen Winsen wappnet sich für die Zukunft
17:35 18.03.2019
Von Oliver Gatz
Überregional bekannt: das Südwinsen-Festival. Quelle: Oliver Knoblich (Archiv)
Winsen

Ob Bootsanleger, das Gebiet südlich des Allerdamms oder der Austragungsort des Südwinsen-Festivals: Die Gemeinde Winsen will diese Flächen planungsrechtlich so sichern, dass dort auch in Zukunft Veranstaltungen ohne bürokratischen Aufwand stattfinden können. Hintergrund ist das Natura-2000-Programm – ein Netz von Schutzgebieten innerhalb der Europäischen Union, die auch im Kreis Celle ausgewiesen werden sollen. Dabei geht es mittlerweile ums Eingemachte: um konkrete Flächen.

Gemeinde fürchtet hohe Auflagen

In seiner jüngsten Sitzung stellte der Bau-, Planungs- und Umweltausschuss mit entsprechenden Änderungen der Flächennutzungspläne und mit der Aufstellung von Bebauungsplänen die Weichen, damit die Gemeinde bei den Flächen das Sagen behält. Das Votum fiel jeweils einstimmig aus. Gäbe es die Änderungen nicht, drohten bei Ausweisung als Naturschutzgebiet umständliche Genehmigungsverfahren für Veranstaltungen, heißt es im Rathaus. Die geplanten Auflagen des Landkreises seien hoch.

Eines der betroffenen Gebiete ist der Bereich um den Bootsanleger am Rande des Ortszentrums. Er ist Anlaufstelle für viele Einwohner und Touristen. Hier befindet sich auch der Haltepunkt der „Wappen von Celle“. Aber auch das Gelände vor dem Bootsanleger wird nach Angaben der Verwaltung rege zum Entenfüttern, Picknicken oder von Kanufahrern genutzt. „Da ist eine Menge los“, sagte Benjamin von Ahlen, Fachdienstleiter Gemeindeplanung und Tiefbau bei der Gemeinde Winsen.

Schützenfeste, Flohmärkte und Zirkusvorstellungen

Vielfältig genutzt wird auch der Platz südlich des Allerdamms. Dort finden etwa das jährliche Schützenfest, Flohmärkte oder Zirkusvorstellungen statt. Südlich des Schützenplatzes befindet sich ein Feuchtbiotop. Über Trampelpfade können Spaziergänger direkt an die Aller gelangen. Westlich befindet sich der Platz, den die Winser Flößer traditionell nutzen. Mit der Flächennutzungsplanänderung soll die landwirtschaftliche Fläche in eine „Parkanlage“ umgewidmet werden. Parallel dazu soll ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Dasselbe Prozedere empfahl der Ausschuss für den Standort des Südwinsen-Festivals östlich von Südwinsen. Eine engere Abstimmung mit dem Landkreis bei den Planungen für Naturschutzgebiete wäre wünschenswert, sagte von Ahlen. „Wir möchten eigentlich nur mitgenommen werden.“ Die betroffenen Landwirte hätten sich frühzeitig mit der Gemeinde in Verbindung gesetzt.

FFH-Gebiete schon jetzt unter Schutz

„Der Landkreis begrüßt es sehr, wenn sich eine Gemeinde über ihr Hoheitsgebiet mittels einer Planung Gedanken macht“, sagte Landkreis-Sprecher Tore Harmening. „Dabei muss allerdings berücksichtigt werden, dass die bestehenden FFH-Gebiete nach dem Bundesnaturschutzgesetz schon jetzt unter Schutz stehen und dort möglicherweise nicht alles aus Gemeindesicht Wünschenswerte gemacht werden darf.“

Der Landkreis habe immer betont, dass er die traditionellen Feste als wichtig ansehe und sie erhalten bleiben sollten, fügte Harmening hinzu. Natürlich werde die Gemeinde auch weiterhin am parallel verlaufenden Planungsprozess für das FFH-Gebiet Aller beteiligt, in dem es darum gehe, konkrete Regeln für das Verhalten in diesem Gebiet festzulegen.

Tiefgründige Wortzusammensetzungen, die vielen aus der Seele sprechen: Turid Müller begeisterte das Winser Publikum mit einem kontrastreichen Programm.

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