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Winsen Neujahrskonzert mit dem „Trio con fis“‘ im Groode Hus in Winsen
Celler Land Winsen Neujahrskonzert mit dem „Trio con fis“‘ im Groode Hus in Winsen
16:28 08.01.2018
Das Neujahrskonzert mit dem „Trio con fis‘“ fandim Grooden Hus in Winsen statt. Quelle: Michael Schäfer
Winsen (Aller)

„Neu“ – oder besser „ungewöhnlich“ ist eine Beschreibung, die gleich in mehrerlei Hinsicht auf das kleine Ensemble passt: Da wäre zunächst die gewagte Zusammensetzung aus Geige, Cello und Akkordeon. Auch die Programmauswahl zwischen Klassik und Moderne und deren Präsentation ist, schon durch die eigene Klangfarbe und die besondere Zusammensetzung der Instrumente, etwas Besonderes. Schließlich sind auch die drei Instrumentalisten selbst außergewöhnlich – und außergewöhnlich gut, wie sie bei ihrem Auftritt in Winsen bewiesen.

Mit Antonio Vivaldi ging das Trio con fis´ sehr „gefällig“ an den Start (und später an ihr Schlussstück). Die barocke Komposition, vereint in diesem Dreiklang, dem Ineinandergreifen der besonderen Instrumentierung, sorgte vom ersten Ton an für eine Mischung von fremd und doch vertraut. Die Leidenschaft und der Spaß am Musizieren waren von der ersten Note an spürbar. Erstaunlich selbstsicher und kraftvoll wirkte jeder Strich der Geigerin Lisa Werhahn. Die junge Künstlerin wirkte nach Abschluss des Studiums schon in zahlreichen Ensembles und Orchestern mit.

Ihre Kollegin am Akkordeon, Snezana Nesic, spielte schon im NDR-Sinfonieorchester und dem Niedersächsischen Staatsorchester mit. Unter anderem ist sie Dozentin für „Neue Musik und Komposition“ an der HMTM Hannover. Der Sonate von Vivaldi gab sie mit ihrem ungewohnten Instrument nicht nur einen besonderen Klang, sondern sie sorgte auch mit einem spielerischen Augenzwinkern für so manch kecken Schlussakkord.

Der Dritte im Bunde ist der Cellist Thorsten Encke. Er sammelte Erfahrung als Solist, Kammer- und Orchestermusiker und machte sich als Komponist und Dirigent einen Namen. In Winsen bewies er besonders in den sieben dargebotenen „Duos für Violine und Violoncello“ von Béla Bartók sein Können. Zusammen mit Lisa Werhahn bewältigte Encke die Herausforderungen der kurzen, kompakten Kompositionen – mal schmelzend wehmütig, dann wieder temperamentvoll tänzerisch mit all den kantigen Übergängen und provokanten Brüchen – par excellence.

Für das Publikum war dies eine schonungsvolle erste Begegnung mit der Moderne. Mit der Sonata La Bernabea von Giovanni Antonio Pandolfi Mealli – arrangiert hier für Geige und Akkordeon – wurde es nochmal etwas lieblich-verspielt, bevor Snezana Nesic mit ihrem Improvisationsstück „Study fort the Beginning of Time II“ das Publikum auf einen gewagten Ausflug in die moderne Kompositionswelt mitnahm – leider war der Text, den diese Klangfülle unterlegte, im nur zu Dreivierteln besetzten Saal schlecht zu verstehen. Ein besonderes Erlebnis war dieses Konzert trotzdem.

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