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Winsen Warum die Köhlergasse zur Privatstraße wird
Celler Land Winsen Warum die Köhlergasse zur Privatstraße wird
05:45 12.06.2019
Von Simon Ziegler
Die Köhlergasse in Winsen soll zur Privatstraße werden. Quelle: Oliver Knoblich
Winsen

Es sieht danach aus, als hätten sich die Anwohner durchgesetzt: Die nicht asphaltierte Köhlergasse in Winsen soll zur Privatstraße werden. Der Bauausschuss der Gemeinde berät am morgigen Donnerstag darüber, dass die Köhlergasse als öffentliche Verkehrsfläche entwidmet wird, wie es im Amtsdeutsch heißt. Sollte sich die Politik dem anschließen, könne auch die Gemeinde gut damit leben, sagt Bürgermeister Dirk Oelmann: "Dann haben wir die Sanierungskosten nicht mehr an der Backe".

Köhlergasse im Eigentum der Gemeinde

Die Straße mitten im Ortskern, die von der Waller Straße abgeht, ist bis heute nicht ausgebaut. Bis auf einen kleinen Teil ist die Köhlergasse im Eigentum der Anlieger. Das soll daher kommen, dass die Gasse früher an einer Hofstelle lag. Im Laufe der Jahrzehnte wurde das große Grundstück Stück für Stück verkauft. Die Gemeinde hat in der Vergangenheit immer wieder versucht, den Anliegern die Flächen abzukaufen, um die Straße sanieren zu können. Doch dazu waren diese wegen der erwarteten hohen Sanierungskosten nicht bereit.

Schotterpiste mitten im Ortskern. Quelle: Oliver Knoblich

Erschwerend kam hinzu, dass in einem Streitfall manche Eigentümer ihre Grundstücke nicht mehr erreichen könnten, da im Grundbuch für mehrere Grundstücke kein Wegerecht eingetragen ist. Die Zufahrtsfragen wurden inzwischen geklärt, zum Teil seien Flächen getauscht worden, sagt Oelmann. Er fürchtet durch die Privatisierung der Straße keinen Präzedenzfall in Winsen. Zwar gebe es Straßen im Gemeindegebiet, die nie ausgebaut worden seien, diese befänden sich aber nicht im Eigentum der Anlieger.

Mehrere B-Pläne im Bauausschuss

Im Bauausschuss wird außerdem über mehrere Bebauungspläne gesprochen. So sollen die Voraussetzungen für mehr Parkplätze an der Kita Hinteres Sandfeld geschaffen werden. Thema ist auch die Poststraße, die Gemeinde will den Charakter als Einkaufsstraße erhalten. Über den B-Plan soll ausgeschlossen werden, dass Wohnraum im Erdgeschoss entsteht. Dieser Platz soll Geschäften vorbehalten sein. Zudem will die Gemeinde Spielhallen an der Hauptachse verhindern. Ein weiterer B-Plan betrifft den von der Lindhorst-Gruppe geplanten Wohnkomplex östlich der Poststraße. Die Politik berät über einen Fußweg von der Poststraße. Die Sitzung beginnt um 18 Uhr im Grooden Hus.

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