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Winsen Punktlandung im Winser Regierungsviertel
Celler Land Winsen Punktlandung im Winser Regierungsviertel
14:25 10.01.2018
Von Simon Ziegler
Quelle: Michael Schäfer
Winsen (Aller)

Die Tourist-Info ist bereits am 18. Dezember in das Erdgeschoss eingezogen. Nebenan ist die Winser Gemeinde-Bücherei. Anfang Januar wurde der Umzug abgeschlossen, seit gestern ist die Bibliothek für das Publikum geöffnet. In den freundlichen Räumen können die Gäste nach Lesestoff stöbern. Besonderer Clou ist draußen ein "Lesegarten". Bücher können in angenehmer Atmosphäre unter freiem Himmel gelesen werden. "Die Räume sind groß, hell und übersichtlich", freut sich Bücherei-Leiterin Karin Skradde.

Im ersten Stock wird die Finanzverwaltung der Gemeinde unterkommen. Der Umzug ist für kommende Woche geplant. Technisch hat das Gebäude einiges zu bieten: Im ersten Stock gibt es keine Heizkörper, die Heizung wurde in der Wand verbaut, erläutert Uwe Grützmacher, Fachbereichsleiter Hochbau. Für einen sicheren Stand auf dem Aller-Altarm sollen 72 Betonpfähle sorgen, die sieben Meter in die Erde gebracht wurden.

Unter dem Dach hat der Linus-Wittich-Verlag seine Räume bereits bezogen. Zudem wird die EDV-Abteilung der Gemeinde hier ihren Platz finden. Auch die Gleichstellungsbeauftragte wird ihr Büro im zweiten Stock haben.

Optisch soll das neue Gebäude mit dem Erker im Eingangsbereich, dem spitz zulaufenden Dach und den roten Ziegeln sowie den Sprossenfenstern an das frühere Winser Rathaus erinnern, das so marode war, dass die Entscheidungsträger keine Alternative als den Abriss sahen. Für den Bau verantwortlich sind die Wirtschaftsbetriebe Allertal. Geschäftsführer Friedrich-Wilhelm Falke sprach von einem "tollen Ergebnis". Auch Oelmann äußerte sich zufrieden. "Wir wollten ein modernes Gebäude mit der Charakteristik des alten", sagte er.

Mit dem Bau des neuen Verwaltungsgeäudes sind die großen Bauvorhaben im Winser "Regierungsviertel" beendet. Vor einigen Jahren war auch das Niefindthaus neu errichtet worden, in dem heute das Bauamt sitzt. Am 2. März soll im neuen Gebäude ein Tag der offenen Tür stattfinden.

„Sie können auch klassisch“ könnte man, etwas salopp ausgedrückt, über das neugegründete „Trio con fis´“ sagen, das am Wochenende im Groode Hus in Winsen für ein ungewöhnliches, ausgesprochen frisches und sehr gelungenes Konzert sorgte. „Auch klassisch“ deshalb, weil wie in der Ankündigung schon zu lesen war „alle drei Musiker ein ausgesprochenes Interesse an der zeitgenössischen Musik eint“ und sie „eine neue Darstellungsformen für die klassische Musik auszeichnet“. Tatsächlich hatte das Trio von Vivaldi bis zu Eigenkompositionen allerlei Überraschendes im Repertoire.

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