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Winsen Rat Winsen beschließt Nachtragshaushalt
Celler Land Winsen Rat Winsen beschließt Nachtragshaushalt
13:53 13.06.2010
Von Simon Ziegler
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Winsen (Aller)

Völlig überrascht war die Winser Lokalpolitik Mitte des vergangenen Jahres, als ihr die Verwaltung einen Ausgabenposten vorrechnete, mit dem sie überhaupt nicht gerechnet hatte. Mehrere hunderttausend Euro würde die Sanierung des Rathaus-Ensembles verschlingen, um die Brandschutzanforderungen des Landkreises zu erfüllen sowie Wärmedämmungen im Dachgeschoss vorzunehmen. Die Finanzierung war völlig unklar, sogar über den Umzug des Bauamtes aus dem Dachgeschoss des Rathauses wurde diskutiert.

Mit den Mitteln aus dem Konjunkturpaket II ist aber ein Weg aus der Misere gefunden, das Gebäude aus dem 18. Jahrhundert zu retten. Die Gemeinde erhält eine Investitionspauschale von 423000 Euro, die mit einem Eigenanteil von knapp 60000 Euro voll für die Rathaus-Sanierung verwendet wird. Das hat der Gemeinderat am Mittwoch einstimmig beschlossen.

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Neben dieser Pauschale gibt es im Konjunkturpaket zwei weitere Förderschwerpunkte. Im Bereich „Bau und Ausstattung von Schulen“ erhält Winsen einen Betrag von 56000 Euro, der mit Eigenmitteln auf 61600 Euro aufgestockt wird, erläuterte Kämmerin Anke Schumann. Die Summe kommt vollständig der Grundschule Am Amtshof zugute. Was mit dem Geld dort konkret passiert, ist noch nicht entschieden.

Im Förderbereich Medienausstattung allgemeinbildender Schulen erhält die Gemeinde weitere 19000 Euro. Dieser Betrag wird anhand der Schülerzahlen auf die beiden Winser Grundschulen aufgeteilt, so Schumann. Die Schulen selbst entscheiden über die Verwendung. Durch die nötigen Eigenmittel für Rathaus und Schulen erhöht sich die Neuverschuldung in Winsen um 67500 Euro.

Eingangs der Sitzung teilte Bürgermeister Wilfried Hemme mit, dass aus dem Stützprogramm des Bundes keine Mittel für die Vision „Sportpark West“ zur Verfügung stehen. Die Gemeinde hatte gehofft, das Sportzentrum am Meißendorfer Kirchweg mit diesen Mitteln anzuschieben.