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Winsen Schützenfest durchaus möglich
Celler Land Winsen Schützenfest durchaus möglich
18:46 13.09.2018
Von Christopher Menge
Die Allerwiesen in Winsen sollen als Naturschutzgebiet ausgewiesen werden. Quelle: Anne Friesenborg
Winsen

Bevor das eigentliche Beteiligungsverfahren beginnt, sammelt die Kreisverwaltung schon Stellungnahmen von Fachverbänden und Gemeinden. So auch bei der anstehenden Ausweisung von Naturschutzgebieten im Landkreis. „Dieses Vorgehen hat sich bewährt“, sagt Landkreis-Pressesprecher Tore Harmening. „In Winsen wurde und wird dieses Vorverfahren aber genutzt, um mit unzutreffenden Behauptungen und Vermutungen öffentlich Stimmung zu erzeugen.“ Winsens Bürgermeister Dirk Oelmann hatte in einer Informationsveranstaltung in der vergangenen Woche die Pläne des Landkreises als „realen Irrsinn“ bezeichnet und von einer „Bedrohung“ für die Gemeinde gesprochen.

Konkret geht es darum, dass das Allerufer nach den Plänen des Landkreises als Naturschutzgebiet ausgewiesen werden soll. Aus Winser Sicht ist das gleichbedeutend mit dem Verbot von Veranstaltungen auf den Allerwiesen, Einschränkungen im Tourismus und Auflagen für die Landwirte. „Entgegen der öffentlichen Behauptungen sind die Einschränkungen nicht so dramatisch wie dargestellt“, betont allerdings Harmening. „So sind die bisherigen Veranstaltungen wie das Winser Schützenfest im FFH-Gebiet nach der bisherigen Planung durchaus genehmigungsfähig.“

Aber warum nicht gleich „nur“ ein Landschaftsschutzgebiet ausweisen, wie es der FDP-Kreistagsabgeordnete Harten Voss vorgeschlagen hat? Theoretisch sei das möglich, sagt Harmening: „Aber im betroffenen Bereich ist nach derzeitiger Einschätzung der Fachebenen bei Land und Landkreis fachlich und rechtlich ein Naturschutzgebiet geboten.“ Schließlich weise das Schutzgebiet an der Aller eine hohe Dichte schutzwürdiger und schutzbedürftiger Flächen auf. „Für die Landwirte ist ein Naturschutzgebiet zudem von Vorteil, weil es dann einen Erschwernisausgleich gibt, also einen Zuschuss“, ergänzt Harmening. „Das Ziel ist nicht etwa die Verdrängung der Landwirtschaft, da viele der wertvollen Flächen auf eine menschliche Nutzung angewiesen sind.“ Dennoch seien klare Regeln für die Nutzung unbedingt erforderlich.

Das ist der Unterschied: Während bei einem Naturschutzgebiet der Schutz von einzelnen Flächen und Tier- oder Pflanzenarten im Vordergrund steht und dieses Gebiet nicht verändert werden darf, wird bei einem Landschaftsschutzgebiet der Gesamtcharakter eines Gebietes geschützt, kleinteilige Veränderungen fallen laut Harmening nicht so sehr ins Gewicht.

„Der Kreis wird alle sachlichen Eingaben prüfen und einen ausgewogenen Vorschlag erarbeiten, der dann der Kreispolitik zur Beratung vorgelegt wird und anschließend Gegenstand des eigentlichen Beteiligungsverfahrens mit Informationsveranstaltung ist“, sagt Harmening. „Danach muss der Kreistag über den gegebenenfalls dann noch abgeänderten endgültigen Vorschlag der Verwaltung beraten und beschließen.“

Die Kreis-AfD hat sich dazu zu Wort gemeldet. „Ein Naturschutzgebiet, das mit massiven Einschränkungen für Nutzer und Bevölkerung verbunden wäre, ist mit uns nicht machbar“, so die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Susanne Rotermund.

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