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Winsen Sielmann-Bilder werden Teil der Ausstellung
Celler Land Winsen Sielmann-Bilder werden Teil der Ausstellung
14:43 13.06.2010
Von Simon Ziegler
IngeSielmann051109_1.jpg - Bild: Projektleiterin Petra Schlaugat im Gespra Quelle: nicht zugewiesen
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Meißendorf

Und sie leistete auch gleich einen Beitrag zu dem ambitionierten Vorhaben: Bilder ihres Mannes aus dem Jahre 1949 werden Teil der Ausstellung werden – in der Galerie weltbekannter Tierfilmer.

Dabei wurden im Gespräch mit Petra Schlaugat, Projektleiterin der NABU-Wildtiernis Gut Sunder, viele Erinnerungen wach: In Meißendorf entstand einst Heinz Sielmanns erster abendfüllender Tierfilm, das auch für spätere Generationen Natur- und Filmbegeisterter legendäre „Lied der Wildbahn“. Dies hatte einen Hintergrund: Nach britischer Gefangenschaft und angesichts der Tatsache, dass damals die Aufsicht über Film und Funk der britischen Militärregierung unterstanden, hatte Sielmann dorthin gute Kontakte – und die Empfehlung eines britischen Majors erhalten, Tierbeobachtungen in dieser Region vorzunehmen – der Major selbst versuchte regelmäßig in Meißendorf, einen Kuckuck beim Einschleusen seines Eis in ein fremdes Nest zu beobachten. „Jeder Engländer ist ein Ornithologe“, gab Inge Sielmann den Eindruck Ihres Mannes wieder.

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Sie berichtete weiter tief bewegt: Am Ostersamstag 1949 traf das damals verlobte Paar auf Gut Sunder ein. Inge Sielmann: „Die Weite der Landschaft mit den Teichen, den Blumen und dem Himmel waren ergreifend.“ Es sei eine tiefe Verbindung zur Natur entstanden. Dabei entstand auch eine enge Freundschaft der Sielmanns mit der Familie von Schrader auf Gut Sunder. So konnte Inge Sielmann ihren Erinnerungen weiter folgen: Von der Unterkunft in einer Jagdhütte bis hin zu dem kleinen, heute noch geöffneten Laden in Meißendorf – und natürlich an den „Vater aller Karpfen“ im Herrenhausteich von NABU Gut Sunder.

Inge Sielmann zeigte sich bei der Besichtigung des Projekts, das zurzeit im Probebetrieb läuft und im März offiziell eröffnet werden soll, fasziniert von der „bemerkenswerten Ausstellung“. Sie sei, da wildlebende Tiere mittels modernster Kameratechnik live auf Bildschirmen erlebt werden könnten, das modernste, was sie an Tierpräsentation gesehen habe. Sie versprach, im März wiederzukommen.