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Winsen Viel Arbeit für Winser Bauamt
Celler Land Winsen Viel Arbeit für Winser Bauamt
16:07 22.05.2019
Die Bagger sind im Einsatz: Derzeit werden Schul- und Kanonenstraße in Winsen erneuert. Im Anschluss folgt die Sanierung der Schützenstraße und der Straße Am Weinberg in Südwinsen. Quelle: David Borghoff
Winsen

Die Nachfrage nach Bauland in Winsen ist weiterhin hoch. Das spiegelt sich auch in statistischen Daten der Verwaltung wider: Von den insgesamt 100 Baugesuchen im vergangenen Jahr, bei denen die Gemeinde im Genehmigungsverfahren bei dem Landkreis mitwirkte, entfielen 92 (Vorjahr 102) auf Bauanträge, Ausnahmen und Befreiungen und 8 (Vorjahr 4) auf Bauvoranfragen. Das geht aus dem Jahresbericht 2018 des Fachdienstes Gemeindeplanung und Tiefbau hervor. 2017 gab es insgesamt 106 Baugesuche.

Aus für Baugebiet Moorbruchsweg

Während das geplante Baugebiet am Moorbruchsweg vom Tisch ist, läuft beim Baugebiet An der Trift westlich des Kreisels in Südwinsen ein Umlegungsverfahren, da einer der vier Eigentümer sein Areal nicht verkaufen will. Investor ist die Niedersächsische Landgesellschaft (NLG). Nach Ende des Umlegungsverfahrens soll das Baugebiet 2020 erschlossen werden. Geplant sind rund 100 Grundstücke.

Zudem schafft die Gemeinde mit der Erweiterung des Gewerbegebietes Taube Bünte Platz für die Ansiedlung weiterer Unternehmen. Die Erschließung soll dieses Jahr beginnen, Firmen könnten sich dann 2020 dort ansiedeln.

Verlängerung der Bahnhofstraße abgeschlossen

Straßensanierungen: Die Verwaltung hatte im Herbst die Sanierung zahlreicher Straßen ausgeschrieben und den Auftrag dafür erteilt. „Bereits fertiggestellt ist die Verlängerung der Bahnhofstraße in Südwinsen“, erläuterte Bauamtschefin Anke Schumann. Ihren Angaben zufolge wurde mit der Sanierung der Schul- und Kanonenstraße in Winsen begonnen, daran anschließen wird sich die Erneuerung der Schützenstraße und der Straße Am Weinberg in Südwinsen. Danach folgt die Straße In den Dünen. „Vorgesehen ist, in diesem Jahr noch die Maßnahmen Bremer Weg und Ziegeleiweg in Walle auszuschreiben“, so die Fachbereichsleiterin. Ob die Sanierung noch in diesem oder erst im nächsten Jahr erfolgt, bleibe abzuwarten.

Darüber hinaus gab es im vergangenen Jahr Asphaltarbeiten in den Straßen Holzweg in Bannetze und Kanalweg in Wolthausen. Oberflächenbehandlungen in der sogenannten „Dünnschicht-Kaltbauweise“ wurden in folgenden Straßen durchgeführt: Schmalhorn, Bergstraße, Am Rübenberg, Trift (Südwinsen), Alter Postweg (Bannetze), Ochsentrift (Bannetze), Diersweg (Thören), Am Graben (Thören) und Schulgarten. Außerdem wurden Risse in der Fahrbahndecke beseitigt, und zwar in den Straßen Im Hang, Neues Land, Mittelfeld, Am Waldsaum, Am Riesensessel, Mühlenchaussee, Am Glockenberg und Schulgarten.

Schäden durch Baumwurzeln

Grünanlagen: Im vergangenen Jahr gingen bei der Verwaltung vermehrt Beschwerden von Anliegern an Gemeindestraßen ein, weil der Laubanfall sehr viel Arbeit verursacht oder durch das Wurzelwerk der Bäume Zäune oder Mauern beschädigt werden. Deshalb fasste die Gemeinde einen Grundsatzbeschluss, wonach Bäume an Gemeindestraßen nur gefällt werden dürfen, wenn Schäden durch sie verursacht werden oder die Standsicherheit des Baumes durch Krankheiten oder Absterben gefährdet ist. Für diesen Fall muss die Gemeinde für Ersatzpflanzungen sorgen.

Mehr Baumpflege erforderlich

Dem Bericht zufolge hat die Pflege der Straßenbäume und sonstigen Bäume im Vergleich zu den Vorjahren erheblich zugenommen. 2018 fielen dafür 2460 Arbeitsstunden an. 2017 waren es nur halb so viele, nämlich 1229. „In den Vorjahren waren keine Kapazitäten des Baufhofs vorhanden. Jetzt nimmt man sich aber verstärkt der Aufgabe an“, nennt Schumann einen Grund für den Anstieg. Außerdem weisen immer mehr Bürger auf Totholz in Bäumen hin, das ausgeschnitten werden muss. „Je älter der Baumbestand in einem Ort wird, desto mehr ist dieser auch zu pflegen“, so die Fachbereichsleiterin.

Revitalisierung in Teilabschnitten

Umweltschutz: Die etwa 6,7 Hektar große Sandheidefläche am Ende der Wolthäuser Straße befindet sich in einem schlechten Zustand. „Starke Vermoosung, vielfach hohe Rohhumusauflagen, Kiefern- und Birkenaufwuchs, Vergrasung sowie die Vergreisung der Heidepflanzen erfordern intensive Instandsetzungsmaßnahmen“, heißt es in dem Bericht. Die Revitalisierung soll in Teilabschnitten erfolgen. Die erste Maßnahme erfolgte im Herbst, führte jedoch nicht zu dem gewünschten Erfolg. Jetzt werden die ersten drei Flächen tiefer bewirtschaftet.

Förderung der Artenvielfalt

Das Streuobst- und Blühwiesenkonzept zur Förderung der Artenvielfalt und zum Schutz von Insekten hat der Gemeinderat Ende März gebilligt. Die Verwaltung rechnet mit Kosten von rund 20.000 Euro. Insgesamt sollen drei Streuobstwiesen angelegt werden. Dafür vorgesehen sind die Gänsewiese in Thören, eine Teilfläche des Bannetzer Sportplatzes und ein Areal am Dorfgemeinschaftshaus in Stedden. Auf sechs Flächen sollen Blühwiesen angelegt werden.

Am Moorbruchsweg in Winsen wird kein Baugebiet entwickelt. Doch es gibt bereits einen neuen Vorschlag.

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