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Winsen Ein Festival für alle Altersklassen
Celler Land Winsen Ein Festival für alle Altersklassen
19:15 21.07.2019
Von Carsten Richter
Singer-Songwriter Tom Kirk nahm das teils wechselhafte Wetter mit Humor.
Südwinsen

Laute Musik von Weitem, unzählige Zeltdächer und jede Menge Autos, die den schmalen Weg Richtung nirgendwo fahren. Sie alle wollen nur eines: das 23. Südwinsen-Festival feiern, wie unsere Bildergalerie deutlich macht. „Umsonst und draußen“, so lautete auch in diesem Jahr wieder das Motto. Es ist Halbzeit. Seit Freitagnachmittag schicken sich insgesamt 29 Künstler auf zwei Bühnen an, die Besucher zu begeistern (hier kommen Sie zu den Bildern des ersten Tages). Bei Sonnenschein und warmen Temperaturen bauten die Besucher zu Beginn ihre Zelte auf oder kamen gleich mit einem Wohnmobil. Mit jeder Menge Platz zum Tanzen unter freiem Himmel und einem Sitzbereich aus Bierzeltgarnituren unter einem verzierten Netz, zwei Bühnen und jeder Menge Essensstände sollte für jeden Besucher etwas dabei sein.

Stimmungsvolle Atmosphäre

Während es sich so mancher, der das Festival am Samstagnachmittag besucht, erst einmal gemütlich macht, zieht es etwa 50 Besucher direkt vor die kleine Bühne zum Auftritt der Hamburger Band „Sorb“. Mit einer Mischung aus Punk und Trümmerpunk-Klängen sorgen sie für eine stimmungsvolle Festival-Atmosphäre. Etwas leiser, aber nicht unbedingt ruhiger ging es auf der großen Bühne zu. Dort hatten die Kinder sichtbaren Spaß mit DJ Onkel Alex.

Je älter der Tag wird, desto mehr Besucher, die sich vor den Bühnen und auf den breit angelegten Bierbänken verteilen, kommen. Darunter sind mit Familien, Senioren, Kindern und Jugendlichen alle Altersklassen vertreten.

The Offenders heizten den Zuschauern bereits am Freitagabend ordentlich ein. Quelle: Oliver Knoblich

"Die Musik ist der Hammer"

„Es ist gerade die familiäre Stimmung, die dieses Festival so einzigartig macht und immer wieder zahlreiche Besucher anlockt“, denkt Magdalena, die nicht mit vollem Namen genannt werden möchte. Sie besucht das Spektakel nun schon zum 15. Mal. Doch auch Besucher wie Julian, der zum ersten Mal beim Südwinsen-Festival ist, finden Gefallen an dem Konzept. „Hier herrscht eine Mega-Stimmung, alle sind freundlich und fröhlich. Die Musik ist der Hammer. Unvorstellbar, dass es keinen Eintritt kostet."

Viel Unterhaltung auch für Kinder

Und genau das lockt auch viele Familien an. So sieht man am Samstag zahlreiche Kinder zwischen den feiernden Massen Fangen spielen, sie holen sich ein Ballontier von einem Stelzenläufer, sind auf den Hüpfburgen, lassen sich schminken oder nutzen den ausfahrbaren Kran, um das Festival einmal aus der Vogelperspektive sehen zu können. „Das ist einfach super hier. Hier kommen wir gerne mit unseren Kindern her“, sagt Sören, der ebenfalls nur seinen Vornamen nennen möchte.

Breites musikalisches Programm

Neben den Angeboten für Kinder und den vielen kleinen Spektakeln abseits der Bühnen hat auch das musikalische Programm wieder einiges zu bieten. Einer der Höhepunkte ist am Samstag der Auftritt der Band Django S. Mit einem Mix aus Punk, Rock ’n’ Roll, Mundart, Balkan Beats und bayerischer Lässigkeit, ausgelassener Lebensfreude und Leichtigkeit im russischen Stil animieren sie das Publikum zum Tanzen, Feiern und Mitsingen. Aber auch die deutschen Bands „Wonach wir suchen“ und „The Pats“ lassen die Bühne beben.

„Die Musik ist super. Hier lernt man Bands kennen, die nicht so bekannt sind, und doch versucht jeder, mitzusingen. Ich bin immer wieder gerne hier“, sagt Marion. „Da stört mich auch die Unwetterwarnung nicht.“

Tanzen im Regen: Die Besucher nahmen es gelassen.  Quelle: Denise Prier

Kurze Unterbrechung durch Gewitter

Und da ist sie auch nicht die einzige. Denn anders als im Jahr zuvor gibt es in diesem Jahr immer wieder Regenschauer, mehrere kleine Gewitter und etwas Sturm, sodass das Programm für kurze Zeit pausieren muss. Das beeinträchtigt die Stimmung aber nicht.

Im Zelt wird's kuschelig

Tom Kirk, der Singer- Songwriter, nimmt es mit Humor. „Ich mache hier so lange weiter, bis der Letzte geht“, scherzt er. Und auch die Gäste finden immer wieder ein trockenes Plätzchen. So wird es zeitweise kuschelig im Zelt vor der kleinen Bühne. Aber auch anderswo finden die Fans Unterschlupf. Während ihres Auftritts teilt sich die Band „Wonach wir suchen“ mit den Zuschauern den Platz auf der großen Bühne. Neben der Musik ist es die lockere Atmosphäre, die den Charme des Festivals ausmacht und so trotz des Wetters für super Stimmung sorgt.

Kostenlos dank ehrenamtlicher Helfer

Der Verein um das Fest setzt sich seit Jahren für die Förderung einer Kultur abseits vom Mainstream ein und verfolgt den Zweck, vor allem lokalen Musikern Auftrittsmöglichkeiten vor einem größeren Publikum zu ermöglichen. Dass dieses für die Zuschauer immer kostenlos sein konnte, ist einer großen Anzahl an freiwilligen und ehrenamtlichen Helfern zu verdanken.

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