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Winsen Waller Biogas: Es soll doch viel schneller gehen
Celler Land Winsen Waller Biogas: Es soll doch viel schneller gehen
15:15 29.07.2011
Von Simon Ziegler
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Walle

Damit könnte die Anlage von Investor Jürgen Lindhorst nach knapp zweijähriger Diskussion in wenigen Monaten bauplanerisch zum Abschluss gebracht werden. Oelmann erklärte, dass es der erklärte Willen der Verwaltung sei, „schnellstmöglich einen Beschluss herbeizuführen, damit ein neuer Rat nicht mit der Biogasanlage belastet wird und das ganze Prozedere nicht noch einmal durchgeführt werden muss“. Damit werde Geld gespart. Oelmann: „Das ist auch im Sinne der Steuerzahler.“

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Die Winser Verwaltungsspitze erwartet keine neuen Argumente im Genehmigungsverfahren. „Wenn keine gravierenden, neuen Argumente kommen, glaube ich, ist die Mehrheit dafür, das zur Abstimmung zu stellen“, so der Bürgermeister. Die Zustimmung der beiden großen Parteien zu dem Lindhorst-Projekt gilt als sicher. Anfang Juli hatte der Winser Bauausschuss mit den Stimmen von CDU und SPD eine neue Version der Biogasanlage gebilligt. Vor allem die Zufahrt zur Sandkuhle Walle hat sich verändert. War früher die Anbindung an den Offener Heuweg vorgesehen, wird jetzt aus planerischen Gründen eine unmittelbare Zufahrt zur Landesstraße favorisiert. Vor der Sitzung hatte Oelmann gesagt, dass die Bauleitplanung definitiv nicht in dieser Wahlperiode abgeschlossen wird, sondern sich bis März 2012 hinzieht. Die Fertigstellung des Entwurfs habe den Investor mehr Zeit gekostet. Zudem hätte noch eine Reihe von Gutachten eingeholt werden müssen, hieß es.

Inzwischen ist man im Rathaus offenbar der Meinung, dass alle notwendigen Papiere da sind. Oelmann kündigte an, dass der Verwaltungsausschuss vom 16. August auf den 2. August vorverlegt wird. Vom 26. August bis zum 26. September könnten die Pläne ein weiteres Mal öffentlich ausgelegt werden. Anfang Oktober sollen sich nach diesen Vorstellungen Verwaltungs- und Bauaussschuss letztmals mit dem Thema befassen, bevor der alte Gemeinderat in seiner letzten Sitzung am 13. Oktober sein OK geben könnte.

Die Pläne zum Bau einer Biogasanlage in Walle wurden erstmals im Oktober 2009 öffentlich. Zunächst hieß es, das Biogas solle nach Bergen-Hohne transportiert werden und dort in einem Blockheizkraftwerk verstromt werden. Mit der Abwärme könnte das Britencamp Bergen-Hohne beliefert werden, hieß es vor dem angekündigten Abzug der britischen Streitkräfte. Davon ist der Investor inzwischen abgerückt. Lindhorst plant jetzt, das Biogas so aufzubereiten, dass es ins Erdgasnetz eingespeist werden kann. In der Sandkuhle Walle sollen acht Behälter in unterschiedlichen Größen errichtet werden.