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Winsen Jetzt schaltet sich Wietze ein
Celler Land Winsen Jetzt schaltet sich Wietze ein
08:05 06.04.2019
Von Simon Ziegler
Debatte um Westkreis-Gymnasium: Wer zieht das große Los? Quelle: Ulrich Frassl
Wietze

Die Debatte um ein Gymnasium im Celler Westkreis wird immer intensiver geführt. Gestern hat sich auch Wietze in die Diskussion eingemischt. In einem Brief an Landrat Klaus Wiswe spricht sich die Gemeinde für ein gymnasiales Angebot im Celler Westkreis aus. Der Rat unterstützt mit großer Mehrheit die Überlegungen, wonach Schüler ihr Abitur in einer der Westkreis-Gemeinden ablegen können.

Wietze hofft auf Verbesserungen

„Dabei ist es aus Wietzer Sicht zunächst nicht von übergeordneter Bedeutung, ob ein gymnasialer Standort in Winsen, Hambühren oder sogar in Wietze liegen könnte“, heißt es in dem Schreiben. Auch steht der Wunsch nach einem Gymnasium nicht im Vordergrund. Denkbar wäre für die Wietzer auch die Einrichtung einer Oberstufe an der Oberschule in Winsen. „Vor dem Hintergrund der für Wietzer Schüler immer noch sehr langen und damit unbefriedigenden Fahrtzeiten, insbesondere zu den Gymnasien in Celle, wäre eine positive Entscheidung in jedem Fall eine Verbesserung der bisherigen Situation“, schreibt Bürgermeister Wolfgang Klußmann. Den Brief haben auch die Fraktionsvorsitzenden von CDU und SPD, Cord Hoppenstedt und Helmut Kersting, unterzeichnet.

Wietze und Hambühren Verlierer der Schulreform

Der Wunsch nach einer weiterführenden Schule ist in Wietze groß. Die Gemeinde war – wie auch Hambühren – einer der großen Verlierer der Celler Schulreform im Jahr 2012, als flächendeckend Oberschulen eingeführt wurden. Damals wurde die Wietzer Haupt- und Realschule aufgelöst. Zunächst wurde eine Außenstelle der Winser Oberschule eingerichtet, die 2015 endgültig geschlossen wurde. Das Problem für Wietze: Ohne weiterführende Schule ist die Gemeinde für junge Familien deutlich unattraktiver.

Winser Resolution an Landrat

Unterdessen haben Politik und Verwaltung in Winsen ihrer Forderung nach einem Gymnasium Nachdruck verliehen. Nachdem der Winser Rat vergangene Woche bereits Druck gemacht hat, haben die Winser Ratsfraktionen jetzt parteiübergreifend von Grünen bis AfD eine Resolution unterzeichnet, die ebenfalls an den Landrat geschickt wurde. „Die Gemeinde Winsen tritt für die Errichtung eines Gymnasiums in Winsen für den Westkreis des Landkreises Celle ein“, heißt es in dem Text. Weiter ist von einem „dringenden Handlungsbedarf“ die Rede, die Schüler aus dem Westkreis würden bisher benachteiligt. Die wichtigsten Argumente für das Winser Anliegen sind die langen Fahrtzeiten und die wachsenden Einwohnerzahlen in Winsen, Hambühren und Wietze.

Bisher gibt es in Winsen nur eine Oberschule, kein Gymnasium. Quelle: David Borghoff

Hambührener Rat sieht keine Dringlichkeit

Anders als erwartet hat das Thema Westkreis-Gymnasium in der Hambührener Ratssitzung am Donnerstag nur am Rande eine Rolle gespielt. Das Gremium entschied, dass die beiden Anträge von CDU und FDP, die im Kern darauf abzielen, ein Gymnasium im vorhandenen Gebäude an der Versonstraße unterzubringen, vertagt werden. Die beiden Anträge waren nicht fristgerecht eingegangen, eine Eilbedürftigkeit sei nicht gegeben, entschied der Rat mit Blick auf die Landkreis-Beratungen des Schulausschusses im Mai. Beide Anträge sollen in der nächsten Sitzung auf die Tagesordnung kommen.

WG-Vorstoß: Oberschule einbeziehen

Während die Diskussion in Wietze, Winsen und Hambühren intensiv geführt wird, machen sich auch die verantwortlichen Kreistagspolitiker Gedanken. Nachdem CDU und SPD erste Einschätzungen abgegeben haben, hat die WG jetzt einen Antrag auf den Tisch gelegt. „Die WG-Fraktion hält es aus wirtschaftlichen und schulpolitischen Gründen für dringend geboten, die Oberschule Allertal in Winsen in die Überlegungen einzubeziehen“, sagt der stellvertretende Fraktionschef Ulrich Kaiser. Es wäre ein Fehler, mit Interimslösungen oder Außenstellen notwendige Entscheidungen zu präjudizieren, so Kaiser. Eine gymnasiale Oberstufe an der Oberschule würde aus WG-Sicht viele Probleme lösen. Derzeit gibt es das Schulgesetz aber nicht her, dass an Oberschulen Oberstufen eingerichtet werden. Über eine Gesetzesänderung werden in Hannover Gespräche geführt – Ausgang offen.

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