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Winsen „Westkreis groß genug für ein Gymnasium“
Celler Land Winsen „Westkreis groß genug für ein Gymnasium“
15:09 11.09.2018
Von Andreas Babel
Hubertus Bühmann war früher Schulleiter des Immanuel-Kant-Gymnasiums in Lachendorf. Jetzt fordert er auch ein Gymnasium für den Celler Westkreis. Quelle: Oliver Knoblich
Winsen

Im Celler Westkreis leben genügend Menschen, um dort ein vierzügiges Gymnasium zu bauen. Das meint zumindest ein ausgewiesener Experte auf diesem Gebiet: CDU-Kreistagsmitglied Hubertus Bühmann war nämlich Leiter des jüngsten Gymnasiums im Landkreis Celle, des Immanuel-Kant-Gymnasiums in Lachendorf, das 2005 in Betrieb gegangen ist. 100 Schüler pro Jahrgang seien ein optimaler Wert. Den werde man bei mehr als 30.000 Westkreis-Bewohner leicht erreichen.

Das Beispiel Lachendorf habe gezeigt, dass sich ein neues Gymnasium zügig realisieren lasse: „Schon nach einem Jahr Planungsphase konnten die ersten Schüler aufgenommen werden, wenn auch zunächst nur in Mobilen Raumzellen, aber schon ein Jahr später in einem neu errichteten Schulbau.“ Bühmann meint, dass man leer stehende Schulgebäude wie das Hambührener Schulzentrum eventuell übergangsweise nutzen könne.

Von einer Erweiterung der Celler Gymnasien hält Bühmann nichts: „Schulen mit über 1000 Schülern schaffen eher Probleme als kleinere Einheiten“, sagt der ehemalige Oberstudiendirektor. Wer die Diskussion über Gymnasien als „Wahlkampf-Manöver“ bezeichne, wie es SPD-Kreistags-Fraktionschef Mathias Pauls getan hat, verkenne die Situation, meint Bühmann. Eine Integrierte Gesamtschule sei mit der CDU im Landkreis Celle nicht zu machen, ein Gymnasium für Winsen schon.

Während der jüngsten Schulausschusssitzung des Landkreises Celle stellte die Kreisverwaltung Überlegungen vor, am Hermann-Billung-Gymnasium und am Hölty-Gymnasium in Celle Schulräume zu bauen, um aufgrund der gewachsenen Anmeldezahlen die Zügigkeit (Anzahl der Klassen pro Jahrgang) der Celler Schulen zu erhöhen.

Bühmann dazu: "Aus diesem Grund habe ich im Einvernehmen mit der CDU-FDP-WG-UB-Gruppe im Kreis die Kreisverwaltung aufgefordert, zu untersuchen, ob nicht stattdessen ein weiteres Gymnasium in Winsen dazu eine sinnvolle Alternative sein kann. Sicherlich müssen dazu erst die Auswirkungen auf andere Schulen untersucht werden, aber auch die vielen Schüler, die aus dem Westkreis das gymnasiale Angebot in Schwarmstedt im Heidekreis nutzen, müssen mitberücksichtigt werden."

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