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Winsen Winser Amateurtheater zeigt Komödie "Zimmer frei"
Celler Land Winsen Winser Amateurtheater zeigt Komödie "Zimmer frei"
14:20 29.01.2018
Quelle: Lothar H. Bluhm
Winsen (Aller)

Und auch ein Bühnenbild mit sechs Türen gab es bisher nicht auf der Bühne in der Winser Oberschule zu sehen. Aber in der Komödie „Zimmer frei“ in drei Akten von Rolf Sperling muss das so sein.

Denn hier steht eine Frauen-WG im Mittelpunkt. Die Zuschauer blicken ins Wohnzimmer der WG, in der Anita (Heike Marquardt), Marion (Renate Barth) und Vera (Marlén Lange) zusammenwohnen. Sie wurden zwar mehr oder weniger von Männern enttäuscht, doch Vera will zu ihrem Freund ziehen. Abschiedsstimmung gleich zu Beginn. Die Folge: das freistehende Zimmer muss wieder vermietet werden. Natürlich nur an eine Frau.

Gleichwohl meldet sich Christian, ein glücklich verheirateter Mann. Er befindet sich in einer Identitätskrise und gibt sich als homosexuell aus, um das Zimmer in der Frauen-WG zu bekommen. Allerdings: Zwischen Vera und ihrem Freund kriselt es gleich am ersten Tag und Vera will sofort wieder zurück. Aber das Zimmer ist ja schon vermietet.

Es gibt die neugierige Nachbarin Emma Kron (Lieselotte Eicke), die gerne alles genau unter die Lupe nimmt, und die Haushaltshilfe Frau Gerber (Sonya Hammes), die sich um jeden und alles kümmert. Man darf auf die Aufführung gespannt sein.

Einmal in der Woche trifft sich das Ensemble des Winser Amateurtheaters, um die Aufführungen vorzubereiten, um die Rollen mit Leben zu füllen, um technische und dramaturgische Details zu besprechen. Etwa ein halbes Jahr dauerten die Proben. Seit dem Jahr 2000 sind die Laienspieler als Verein registriert. Bis dahin agierte die Truppe als Arbeitsgruppe des Kulturkreises Winsen, die schon in den 1980-er Jahren auftrat.

„Die Leute müssen immer wieder dazu gebracht werden, ihre Texte zu können“, berichtet die zweite Vorsitzende Gabriele Rennau, die auch bei dieser neuen Komödie mit sechs Frauen- und zwei Männerrollen Regie führt. „Wenn aus den Textbüchern gelesen werden muss, stockt das immer“, bedauert sie.

Ingeborg Spuck ist mit fast 80 Jahren die Älteste im Ensemble: „Ich bin schon seit elf Jahren dabei und mache jetzt alles, was gebraucht wird“, sagt die Winser Seniorin. Schon früher als Kind habe sie gern Theater gespielt. „Es fing hier als Aushilfe an. Da war ich eine Demonstrantin, später dann mal Angehörige des verarmten Adels“, schildert sie ihre Auftritte beim WAT. „Das ist immer gut angekommen.“ Jetzt begrüßt sie die Besucher der Aufführungen und sorgt so für gelöste und freundliche Stimmung im Theatersaal.

„Wir suchen gemeinsam das Stück aus und legen dann die Rollen fest“, berichtet der Vorsitzende des WAT, Torsten Mehls. Er ist schon etliche Jahre dabei: „Interessant ist, dass sich meine Frau und ich hier beim Theaterspielen kennengelernt haben.“ Nun sind Petra und Torsten Mehls schon lange verheiratet – und stehen noch immer gemeinsam auf der Bühne.

Von Lothar H. Bluhm

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