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Winsen Winser Baugebiet und Aldi-Ansiedlung nehmen konkrete Formen an
Celler Land Winsen Winser Baugebiet und Aldi-Ansiedlung nehmen konkrete Formen an
16:40 02.03.2018
Von Simon Ziegler
Der Discounter Aldi will von der Meißendorfer Straße an die Ecke Poststraße / Alte Celler Heerstraße (im Hintergrund) umziehen. Quelle: Oliver Knoblich
Winsen (Aller)

Die Entscheidung fiel jeweils mit vier zu drei Stimmen aus. Die CDU votierte in beiden Fällen gegen die Pläne der Gemeinde. „Wir finden ein Baugebiet am Waller Kreisel besser“, begründete Fraktionschef Christian Peters gegenüber der CZ das Nein der Christdemokraten. Ein neues Baugebiet gehöre dorthin und nicht nach Südwinsen. Auch die Aldi-Ansiedlung neben dem Haesler-Bau findet weiterhin nicht die Zustimmung der CDU. „Wir sind nach wie vor dagegen, dass Aldi dorthin kommt. Aldi soll dort bleiben, wo er ist“, sagte Peters, also an der Meißendorfer Straße. Das Gelände des Hauptschulareals hätte man besser für wohnliche Zwecke nutzen sollen, argumentieren die Christdemokraten.

Allerdings ist in beiden Fällen die Grundsatzentscheidung längst gefallen. Investor in Südwinsen ist die Niedersächsische Landgesellschaft (NLG), die das Areal am Ortsrand westlich des Kreisels entwickelt. Ende dieses Jahres sollen die ersten Grundstücke vermarktet werden, ab Anfang 2019 könnten die ersten Häuser gebaut werden, sagte Bürgermeister Dirk Oelmann. Geplant sind etwa 100 Grundstücke. Über die Preise entscheidet die Landgesellschaft. „Die NLG ist nicht dafür bekannt, mit horrenden Preisen an den Markt zu gehen“, sagte der Verwaltungschef.

Beim Aldi geht es jetzt um die Feinplanung, zum Beispiel die Zufahrten. Geplant sind zwei Zufahrten, eine von der Poststraße, eine von der Alten Celler Heerstraße. Vorgesehen ist, dass Aldi-Kunden beim Verlassen des Parkplatzes nicht nach links Richtung Südwinsen, sondern nur nach rechts Richtung Walle fahren können. Das liegt an der Linksabbiegerspur auf der Poststraße Richtung Meißendorf, die nicht überfahren werden darf. Die CDU spricht bereits von „Problemen bei der Anbindung“.

Auf dem Grundstück sollen alle Gebäude außer dem Haesler-Bau abgerissen werden. Der Aldi-Neubau könnte auf bis zu acht Meter an das alte Hauptgebäude heranrücken, sollte der Discounter seine Option ziehen und eine Verkaufsfläche von 1400 Quadratmeter anvisieren.

Das „Haus der Vereine“ im Haesler-Bau wird vermutlich erst im Jahr 2019 verwirklicht. Zwar ist das Jugendzentrum bereits eingezogen, bis weitere Nutzer kommen, wird aber wohl noch einige Zeit verstreichen. Ideen gibt es viele: Von einem Seniorencafé ist die Rede, im Gespräch ist auch, dass Volkshochschule und DLRG eines Tages einen Teil der Räume beziehen könnten.

Die Planungen für den Aldi-Neubau an der Poststraße in Winsen werden konkreter. Am heutigen Donnerstag berät der Bauausschuss der Gemeinde über das Vorhaben.

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