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Winsen Winser Besenbinder haben neue Gesellen
Celler Land Winsen Winser Besenbinder haben neue Gesellen
19:28 07.01.2018
Nach der bestandenen Prüfung wird der Besenbinder-Lehrling mit drei Hieben zum Gesellen geschlagen. Nachwuchsprobleme gibt es nicht. Quelle: Kirsten Glatzer
Winsen (Aller)

Also wird die leichtsinnige Frau, die die Besenbinder umgehend als Moorhexe identifizieren, in Windeseile und mit großem Hallo an einen Baum gefesselt und ihr Gesicht mit Ruß geschwärzt. Immerhin landet sie nicht auf dem Scheiterhaufen – Glück gehabt.

Ebenfalls nicht verschont blieb vor vielen Jahren eine Ehefrau, die ihren Mann aus der lustigen Runde zu einem Theaterbesuch in Hamburg abholen wollte. Festlich gekleidet, perfekt frisiert und zurechtgemacht gab es für sie dennoch kein Entkommen vor den rauen Gepflogenheiten der Besenbinder. Gefesselt und rußgeschwärzt war die prächtige Aufmachung der Dame fürs Erste dahin, erinnern sich noch viele schmunzelnd an diese Begebenheit.

135 Männer gehören mittlerweile zu den „Winser Bessenbinnern“, die in drei Jahren ihr 100-jähriges Bestehen feiern werden. Am Samstagmorgen, der sich hinsichtlich des Wetters gnädig zeigte, versammelten sich 96 von ihnen an der Ecke Schulstraße/Kanonenstraße in Winsen und machten sich dann gemeinsam auf den Weg zur Pastorenkoppel. Den Heimweg mussten sie allerdings nicht zu Fuß antreten. Am Nachmittag kam ein Bus, um die „müden Krieger“ zurück nach Winsen zu bringen.

Wolfgang Schwarze aus Brunsiek allerdings ist zu Fuß gekommen und wird sich auch so wieder auf den Heimweg machen – und das schon zum 49. Mal. Im kommenden Jahr sind die 50 voll und dann wird ihm der „goldene Besen“ verliehen, kündigt Heiner Kleinschmidt, einer der beiden Meister, an.

Zweiter Meister ist Uwe von der Kammer, und den Rang des Obermeisters bekleidet seit fünf Jahren Manfred Ohlhoff. In den 13 Jahren davor hatte Dieter Pohland den Chefposten inne, nun trägt er den Titel Ehrenobermeister. Er ist bereits seit 1961 bei den Besenbindern. „Mittlerweile sind auch viele junge Kerle dabei. Ich weiß nicht, ob das nicht vielleicht daran liegt, dass hier keine Frauen sind“, sagt er augenzwinkernd. Eine ebenfalls wichtige Rolle bei den Besenbindern spielt Mundschenk Willi Dahmen, der gewissenhaft dafür sorgt, dass der Strom an Hochprozentigem nicht versiegt.

Und wie wird Mann Teil dieser illustren Runde? Am besten ist es, wenn man ein Mitglied kennt und sich von diesem in die Geheimnisse des Besenbindens einweihen lässt. Nach drei Jahren tritt der Lehrling dann mit seinem Gesellenstück vor die versammelte Runde, um es begutachten zu lassen. Ist das Kehrgerät gelungen, wird der Lehrling mit drei Besenhieben zum Gesellen geschlagen. Am Samstag stellten sich neun Lehrlinge dem strengen Urteil, und alle bestanden die Prüfung mit Bravour. Mit Andreas Thies, Lukas Oelmann, Andrej Merkel, Edwin Loll, Steffen Severloh, Philipp Ohlhoff, Stefan Ohlhoff, Matthias Klöpping und Danny Schaub haben die Besenbinder nun neun neue Gesellen und auch genügend Lehrlinge. Einen Mangel an Nachwuchs haben sie also nicht zu beklagen – und das ganz ohne Frauen.

Von Kirsten Glatzer

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