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Winsen Winser auf Mallorca: "Es gab keine Warnung"
Celler Land Winsen Winser auf Mallorca: "Es gab keine Warnung"
17:20 12.10.2018
Von Simon Ziegler
Quelle: Fremdfotos / Eingesandt
Winsen

WINSEN. Diesen Urlaub hatten sich Jannik Randolph und Alica Heinze aus Winsen ganz anders vorgestellt: Eine Woche Mallorca hatten die beiden gebucht, gemeinsam mit einem befreundeten Paar sollten es unbeschwerte Tage auf der Ferieninsel werden. Es kam ganz anders. Am Ende waren die Winser froh, dass sie am Donnerstag wieder zu Hause waren.

Denn Jannik Randolph und Alica Heinze hatten im Nordosten der Insel, in Can Picafort, ihr Hotel gebucht. Die Stadt liegt nur rund 20 Kilometer von der Gegend entfernt, wo die Sturmflut am Dienstag besonders schwer gewütet hatte. Zwölf Menschen starben bei dem Unwetter, darunter drei Deutsche. Auch für einen Reporter der Neuen Presse aus Hannover, der auf Mallorca Urlaub machte, kam jede Hilfe zu spät.

Jannik Randolph, in Winsen als Lokalpolitiker und Ratsherr bekannt, ist begeisterter Mallorca-Urlauber. "Wir mögen die Insel", sagt er. Der Dienstag hatte zunächst ganz harmlos begonnen. Er spielte mit seiner Freundin Tennis, später legten sie sich an den Hotelpool. "Nachmittags schlug das Wetter dann um, es bewölkte sich und wurde extrem windig, ehe es schließlich Gewitter und Starkregen gab", berichtet der 26-Jährige. Sie verließen den Pool und gingen in den Wellnessbereich des Hotels. "Draußen flogen Sonnenschirme und Liegen durch die Luft. Trotzdem haben wir das nicht so ernst genommen. Wir dachten, das ist ein normaler Sturm."

Dass ein paar Kilometer weiter die schwerste Naturkatastrophe Mallorcas seit Jahrzehnten wütete und Menschen mit dem Leben kämpften, bekamen sie erst einen Tag später mit. "Ich habe das ganze Ausmaß der Katastrophe erst am nächsten Morgen realisiert. Freunde aus Winsen fragten per SMS, ob es uns gut geht. Außerdem bot mir Facebook an, meinen Bekannten mitzuteilen, dass ich an einem sicheren Ort bin. Da habe ich erst gemerkt, dass etwas sehr Schlimmes passiert sein muss." Im Internet informierte sich Jannik Randolph über die Ereignisse. Bei seinen Schilderungen schwingt Kritik an den Behörden mit: "Es gab keine Sturm- oder Unwetterwarnung. Auch von unserem Hotel kam überhaupt nichts."

Der Tag nach dem Unwetter war ein grauer Tag. Jannik Randolph und Alica Heinze fuhren nach Palma de Mallorca, später schauten sie sich die Innenstadt von Can Picafort an. "Plötzlich gerieten wir in einen Sturmnachläufer. Es hat heftig geregnet." Manche Touristen reagierten panisch, auch die Winser schauten, dass sie schnell in ihr Hotel kamen.

Das Erlebnis "beschäftigt mich schon, das lässt einen nicht kalt", sagte Jannik Randolph einen Tag nach der Rückkehr. "Wir waren uns der Gefahr gar nicht bewusst."

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