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Winsen Wohlfühl-Oasen für die Augen
Celler Land Winsen Wohlfühl-Oasen für die Augen
16:49 19.07.2011
Blick in die Gemeinschaftsausstellung in „Dat Groode Hus“. Quelle: Rolf-Dieter Diehl
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Winsen (Aller)

Man muss den „Machern“ der aktuellen Gemeinschaftsausstellung in „Dat Groode Hus“ im Winser Museumshof ein Riesenkompliment machen: Die Art und Weise und die einladende Übersichtlichkeit, mit der die immerhin rund 180 unterschiedlichsten Arbeiten der fünf ausstellenden Künstler auf den zwei Etagen angeordnet wurden und den Besuchern präsentiert werden, verdient Respekt.

Reizvoll den durch die Fenster einfallenden Sonnenstrahlen ausgesetzt entfalten die Glasobjekte von Doris Haber zusätzlichen Charme. Zwischen Tiffany-Technik und „Glasfusing“, bei dem sich verschmolzene Gläser mit oxidierten Metallen zu farblich changierenden Kunstwerken verbinden, lässt die Künstlerin ihrer gestalterischen Fantasie und den physikalischen Gesetzen freien Lauf. Reinhard May wiederum legt die individuelle Formensprache gefallener und gefällter Bäume unter ihrer Rinde frei und komponiert daraus variantenreich modulierte optische Harmonien. Als Wohlfühloasen für die Augen erweisen sich auch die Ölgemälde von Wolfgang Graue. Ganz gleich, ob man in der Toscana oder in einer friesischen Dünenlandschaft entspannen möchte, ob im Märchenwald oder in der abendlichen Heide – Graues Bilder bieten jedem Betrachter ein augenfälliges Refugium. Ihre Liebe zur Natur und insbesondere zu den Tieren, die sich darin bewegen, bringt Janine McCaughey in ihren in unterschiedlichen Techniken gefertigten Arbeiten zum Ausdruck. Voller Anmut und Grazie sind vor allem ihre Pferdemotive. Popartige Illustrationen ergänzen die Liste ihrer Exponate. Beschaulich wird es dann wieder bei Gisela Haake. Sie hat sich mit einem Teil ihrer Arbeiten dem Himmel und seinen Wolkenbildern verschrieben: Zwischen „Morgenhimmel“ und „Abendhimmel“ dürften dabei vor allem „himmlische Charaktere“ wie der „Watt-Himmel“, aber auch ihre liebevoll gestalteten Blumenmotive die Blicke der Betrachter auf sich ziehen.

Die Ausstellung ist bis zum 14. August zu sehen, und zwar mittwochs, freitags und sonnabends von 15 bis 18 Uhr sowie sonntags von 11 bis 18 Uhr.

Rolf-Dieter Diehl

Von Rolf-Dieter Diehl