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Der Norden 254 Flüchtlinge aus der Türkei nach Hannover geflogen
Der Norden 254 Flüchtlinge aus der Türkei nach Hannover geflogen
15:01 14.01.2020
Ein Flugzeug von Turkish Airlines steht am Flughafen. Foto: Julian Stratenschulte/dpa Quelle: Julian Stratenschulte
Hannover

Das teilte das niedersächsische Innenministerium am Dienstag auf Anfrage mit. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) hatte am Vorabend zunächst von 247 Flüchtlingen gesprochen. Dabei handele es sich um Schutzsuchende, die «im Rahmen der Humanitären Aufnahme» nach Deutschland kommen. Der Airbus A330 landete am Dienstagvormittag in der niedersächsischen Landeshauptstadt.

Dem Innenministerium zufolge werden 27 der Flüchtlinge in Niedersachsen bleiben. Zuvor kämen alle für bis zu zwei Wochen in das Grenzdurchgangslager Friedland. Dort werde den Flüchtlingen eine sprachliche und kulturelle Erstorientierung in Deutschland vermittelt, Kinder würden auf den Schulbesuch vorbereitet. Niedersachsen trage damit «seiner humanitären Verantwortung, sichere Einreisewege zu schaffen, Rechnung».

Hintergrund ist eine Vereinbarung der Europäischen Union mit der Türkei, die illegale Einwanderung nach Europa verhindern soll. Deutschland hatte im Rahmen dessen zugesagt, monatlich bis zu 500 schutzbedürftige Menschen aufzunehmen. Sie kommen vor allem aus Syrien. So sollen die Geschäfte von Schleppern durchkreuzt werden.

Bei der Auswahl der Flüchtlinge soll neben familiären Bindungen auch die Integrationsfähigkeit und der Grad der Schutzbedürftigkeit berücksichtigt werden. Zudem werden die Schutzsuchenden von den Sicherheitsbehörden überprüft. Wer wegen vorsätzlicher Straftaten verurteilt worden ist oder Verbindungen zu kriminellen Organisationen hat, ist von der Aufnahme ausgeschlossen.

Seit April 2016 reisten nach Angaben des Bamf etwas mehr als 9000 Menschen im Rahmen des EU-Flüchtlingsabkommens nach Deutschland ein.

Das Oldenburger Landgericht versucht acht Jahre nach Anklageerhebung Licht in einen Fall zu bringen, bei dem bulgarische Arbeiter illegal in einem Schlachtbetrieb beschäftigt worden sein sollen. Doch die Liste der Straftaten könnte noch länger sein.

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