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Der Norden Abu-Walaa-Prozess: V-Mann kommt nicht zu Zeugenaussage
Der Norden

Abu-Walaa-Prozess: V-Mann kommt nicht zu Zeugenaussage

14:41 16.09.2020
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Celle

«Murat Cem», jahrelang ein Top-Informant der Polizei in Nordrhein-Westfalen, erschien am Mittwoch nicht vor dem Oberlandesgericht in Celle. Nach Angaben eines Gerichtssprechers hatte den Zeugen die Ladung trotz vielfältiger Bemühungen offenbar nicht erreicht. Eine Aussagegenehmigung für den Terror-Prozess gab es für den wertvollen Polizei-Spitzel «VP01» ohnehin nicht.

Der V-Mann, dessen Informationen die Angeklagten im Abu-Walaa-Prozess belasten, war auf den Prediger angesetzt, den die Ermittler für den Statthalter der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Deutschland halten. Der Informant will die Polizei in Nordrhein-Westfalen aber auch früh vor Anis Amri gewarnt haben. Bei dessen Anschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt 2016 wurden zwölf Menschen getötet. In Celle sollte der V-Mann auf Wunsch der Verteidigung gehört werden. Die Erkenntnisse, die «Murat» im Umfeld von Abu Walaa gewann, waren bisher über Ermittler des Landeskriminalamtes Nordrhein-Westfalen in den Prozess eingeführt worden, die «VP01» anleiteten.

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Dem Iraker Abu Walaa und drei Mitangeklagten wird vorgeworfen, junge Menschen vor allem im Ruhrgebiet und im Raum Hildesheim islamistisch radikalisiert und in die IS-Kampfgebiete geschickt zu haben. Sie müssen sich wegen Unterstützung und Mitgliedschaft in der Terror-Miliz IS verantworten. Ein weiterer geständiger Mitangeklagter war im April zu drei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden.