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Der Norden Atomkraftgegner bereiten sich auf Castor-Transport vor
Der Norden

Atomkraftgegner bereiten sich auf Castor-Transport vor

17:50 17.06.2020
Im Forschungs-Zentrum Jülich lagern Castorenbehälter. Foto: Andreas Endermann/dpa/Archivbild Quelle: Andreas Endermann
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Nordenham

«Das wird auf uns zukommen. Die Frage ist nur wann», sagte Hans-Otto Meyer-Ott vom Arbeitskreis Wesermarsch, einem Zusammenschluss von Bürgerinitiativen und Einzelpersonen, am Mittwoch in Nordenham.

«Zu 99 Prozent» werde der Transport über den Hafen von Nordenham gehen, dann per Schiene zunächst weiter nach Hude und südwärts bis nach Biblis in Südhessen. Über den Zeitpunkt könne nur spekuliert werden. Meyer-Ott formulierte klare Erwartungen an Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU). Er müsse über die «Hafenstaatenkontrolle» dafür sorgen, dass das Transportschiff für den Transport der Behälter tatsächlich sicher und geeignet sei.

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Ungeklärt sei zum jetzigen Zeitpunkt auch die rechtliche Grundlage für das Zwischenlager Biblis. Der Castortransport war im März aufgrund der Corona-Krise auf unbestimmte Zeit verschoben worden, weil laut Bundesinnenministerium der notwendige Polizeieinsatz nicht verantwortbar gewesen sei.

Wann die sechs Behälter mit hoch-radioaktivem Müll aus der atomaren Wiederaufarbeitungsanlage im britischen Sellafield nach Südhessen gebracht werden, ist auch nach Auskunft der beauftragten Gesellschaft für Nuklear-Service (GNS) vom Mittwoch weiter völlig offen. Die Transportgenehmigung für die Castoren gilt bis 31. Dezember 2020.