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Der Norden Emden und Wolfsburg hatten höchste Kurzarbeit-Quoten
Der Norden

Emden und Wolfsburg hatten höchste Kurzarbeit-Quoten

06:50 29.06.2020
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Emden

In den beiden VW-Städten traf dies in den zwei Monaten auf mehr als die Hälfte der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zu, wie das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der Böckler-Stiftung ermittelte. Demnach lag die Kurzarbeit-Quote in Emden bei 56,0 und in Wolfsburg bei 52,2 Prozent. Insgesamt lag der April-Wert für alle deutschen Städte und Kreise den Düsseldorfer Forschern zufolge im Schnitt bei gut 31 Prozent.

Kurzarbeit durch die Corona-Krise traf vor allem Regionen mit einem hohen Anteil von Unternehmen aus der Metall- und Elektroindustrie sowie Urlaubsgebiete. Weitere Städte in Niedersachsen mit hohen Quoten jenseits der 40-Prozent-Marke waren etwa Ammerland (42,7), Osterholz (40,2) oder Delmenhorst (40,1). Für die Hansestadt Bremen meldeten die Wissenschaftler einen Wert von 39,5 Prozent, für den Kreis Wittmund 35,6 Prozent. Überdurchschnittlich viel Kurzarbeit wurde in Deutschland auch in Fremdenverkehrsregionen wie dem Kreis Breisgau-Hochschwarzwald (41,4 Prozent), dem Oberallgäu (40,4 Prozent) und Garmisch-Partenkirchen (35,1 Prozent) angemeldet. Die Krise habe «viele kleinere Betriebe hart getroffen, und die haben schnell mit Kurzarbeit reagiert», betonte WSI-Forscher Helge Emmler.

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Die Experten hatten Regionaldaten der Bundesagentur für Arbeit (BA) zur angemeldeten Kurzarbeit ausgewertet. Diese Zahlen dürften deutlich höher sein als die der tatsächlich kurzarbeitenden Beschäftigten. Die Unternehmen hätten oft vorsorglich für größere Gruppen Kurzarbeit angemeldet. Regionale Daten zur tatsächlich umgesetzten Kurzarbeit würden erst in einigen Monaten vorliegen.