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Der Norden Fast 2000 jugendliche Trinker landeten im Krankenhaus
Der Norden

Fast 2000 jugendliche Trinker landeten im Krankenhaus

06:51 23.06.2020
Carola Reimann (SPD), Sozialministerin in Niedersachsen, spricht bei einer Pressekonferenz. Foto: Christophe Gateau/dpa/Archivbild Quelle: Christophe Gateau
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Hannover

Hannover (dpa/lni) - Wegen einer Alkoholvergiftung sind 2018 in Niedersachsen fast 2000 Kinder und Jugendliche ins Krankenhaus gekommen. Das waren rund 3,2 Prozent weniger als im Jahr zuvor, wie ein Sprecher der Krankenkasse DAK-Gesundheit mitteilte. Allerdings sei die Zahl der Komasäufer unter 15 Jahren mit 242 Betroffenen im Vergleich zu 2017 um fast 20 Prozent gestiegen. Grundlage sind bislang unveröffentlichte Zahlen des Statistischen Landesamtes.

Insgesamt gab es danach landesweit genau 1917 alkoholbedingte Einweisungen für Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 20 Jahren. Betroffen waren 1067 Jungen und 850 Mädchen. Während die Zahl damit bei den Jungen im Vergleich zum Vorjahr um 3,7 Prozent sank, stieg sie bei den Mädchen um 2,9 Prozent. Bei den 242 Betroffenen unter 15 Jahren waren die Mädchen mit 132 sogar in der Mehrzahl.

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«So erfreulich der erneute Rückgang insgesamt ist, so sehr sehe ich den Anstieg bei der jüngeren Altersgruppe mit Besorgnis», sagte Dirk Vennekold, Leiter der DAK-Landesvertretung in Niedersachsen. Deshalb werde die Präventionskampagne «bunt statt blau» fortgesetzt. Schirmherrin ist Sozialministerin Carola Reimann (SPD).

Bei der Aktion sollen Schüler Plakate mit kreativen Botschaften gegen das Rauschtrinken entwerfen. Das soll sie dazu bringen, sich mit dem Thema Alkoholmissbrauch auseinanderzusetzen. Seit dem Start 2010 nahmen nach Angaben des Sprechers bundesweit bereits mehr als 100 000 Schüler und Schülerinnen zwischen zwölf und 17 Jahren daran teil. Wie geplant sollen dabei auch in diesem Jahr Bundes- und Landessieger gekürt werden. Wegen der coronabedingten Schulschließungen wurde der Einsendeschluss in diesem Jahr auf den 15. September verschoben.