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Der Norden Fischer fordern mehr Geld in Corona-Krise
Der Norden

Fischer fordern mehr Geld in Corona-Krise

15:40 20.05.2020
Ein Fischer befährt mit seinem Boot das Steinhuder Meer vor der Insel Wilhelmstein. Foto: Holger Hollemann/dpa/Archivbild Quelle: Holger Hollemann
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«Ist der Fischer in Deutschland noch gewollt?», stand auf einem Banner. Die Einschränkungen von Gastronomie und Catering wegen der Virus-Krise machten sich beim Absatz von Fischen, Krabben und Muscheln deutlich bemerkbar, teilte der Landesfischereiverband Weser-Ems mit. Zudem seien für die Krabbenfischerei die Schälkapazitäten in Marokko um mehr als die Hälfte eingebrochen.

Um den Markt nicht zu überfrachten, sei die Fischerei nur noch wenige Stunden in der Woche möglich. Die in Deutschland vorgesehene Förderung von bis zu 1400 Euro pro Woche für einen typischen Krabbenkutter sei aber viel niedriger als etwa in den Niederlanden. Agrarministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) kündigte an, deswegen das Gespräch mit ihren Amtskollegen in den Ländern und im Bund zu suchen.

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Von der Umweltschutzorganisation Greenpeace kam indes Kritik. «Das Gejammer der Fischer ist zynisch: Die Gewinne sind weniger wegen der fehlenden Absatzmöglichkeiten, sondern vor allem wegen der ausbleibenden Schälkapazitäten in Marokko eingebrochen», sagte der Greenpeace-Meeresbiologe Thilo Maack. In Nordafrika würden die Tiere jedoch zu Dumpinglöhnen geschält und hätten vor dem Verkauf hierzulande bereits eine wochenlange Reise hinter sich.