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Der Norden Jungen legen Schottersteine auf Schiene: 28 verspätete Züge
Der Norden

Jungen legen Schottersteine auf Schiene: 28 verspätete Züge

15:31 16.07.2020
Schriftzug «Polizei» auf der Motorhaube eines Funkstreifenwagens. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild Quelle: Jens Büttner
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Hamburg

Ein Neunjähriger und sein 13 Jahre alter Freund legten nach Mitteilung der Bundespolizei vom Donnerstag Schottersteine auf die Bahnstrecke von Lüneburg nach Hamburg. Am Mittwochnachmittag überfuhr ein Metronom die Steine, der Triebfahrzeugführer vermutete zunächst einen Schienenbruch. Ein Techniker entdeckte dann die beiden Jungen an der Strecke, Bundespolizisten begleiteten sie nach Hause zu ihren Eltern.

Den Kindern sei die Gefahr nicht bewusst gewesen, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. «Beim Überfahren können die Schottersteine rund 100 Meter weit fliegen.» Zudem fahren die Züge auf der Strecke mit bis zu 200 Stundenkilometern. «Die Reaktionszeit zum Erkennen nahender Züge beträgt oft weniger als zwei Sekunden.»

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Ob das Fehlverhalten der Jungen Konsequenzen hat, ließ der Polizist offen. Auch die Einsatzkosten will die Polizei den Kindern nicht auferlegen. Unklar war zunächst aber, ob sich die Bahnbetreiber zwecks Kostenübernahme an die Familien wenden.