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Der Norden Mehr als 300 000 Besucher beim Tag der Niedersachsen
Der Norden Mehr als 300 000 Besucher beim Tag der Niedersachsen
17:30 16.06.2019
Menschen in Trachten nehmen beim Tag der Niedersachsen am Trachtenumzug teil. Foto: Boris Baschin/Archivbild Quelle: Boris Baschin

Wilhelmshaven (dpa/lni) - Mit Spielmannszugklängen und historischen Kostümen ist der 36. Tag der Niedersachsen in Wilhelmshaven zu Ende gegangen. Bei Nieselregen marschierten am Sonntag Menschen aus allen Teilen des Bundeslandes in bunten Kleidern über den Bontekai entlang des Ems-Jade-Kanals. Sportvereine waren in farbenfrohen Trikots dabei. Etwa 1600 Menschen nahmen nach Angaben der Organisatoren am Festumzug teil, der den Höhepunkt des Landesfestes darstellte. Bis auf Sonntagnachmittag spielte auch das Wetter mit.

«Wilhelmshaven hat seine Stärken ausgespielt», sagte Wilhelmshavens Oberbürgermeister Andreas Wagner (CDU) zum Abschluss. Die Stadt habe sich als jung, innovativ und kreativ präsentiert. Die Polizei sprach von einem «sehr zufriedenstellenden und friedlichen Verlauf» des am Freitag gestarteten Tags der Niedersachsen. Schon am Sonntagmittag sprach die Polizei von 300 000 Besuchern, die seit Freitag in die Stadt am Jadebusen gekommen waren. Beim Umzug am Sonntag waren noch einmal Tausende auf den Beinen. Erwartet worden waren vor Beginn der Veranstaltung bis zu 300 000 Besucher.

Es sei schade, dass das Landesfest früher nie in Wilhelmshaven stattgefunden habe, sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Samstag bei der offiziellen Eröffnung. Wilhelmshaven solle nicht wieder so lange darauf warten müssen. Das Landesfest wird alle zwei Jahre veranstaltet. In welcher Stadt der Tag der Niedersachsen 2021 veranstaltet wird, steht noch nicht fest.

Insgesamt haben rund 6000 Menschen an dem Programm mitgewirkt. «Ihr Engagement ist ebenso vielfältig wie unsere Gesellschaft», sagte Innen-Staatssekretär Stephan Manke (SPD) am Sonntag. In Wilhelmshaven gab es erstmals bei einem Landesfest ein Plastikverbot, um das Wattenmeer zu schützen. Es gab keine Strohhalme und auch kein Plastik-Einweggeschirr, für die Trinkbecher wurde ein Pfand genommen.

Am Montag sind noch ein Festakt und ein Großer Zapfenstreich mit Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) geplant. Denn die Stadt Wilhelmshaven feiert in diesen Tagen auch ihr 150-jähriges Bestehen. Sie war am 17. Juni 1869 als Kriegshafen gegründet worden.

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