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Der Norden Missbrauch von Mädchen: Mann verlässt Untersuchungshaft
Der Norden

Missbrauch von Mädchen: Mann verlässt Untersuchungshaft

13:31 26.03.2020
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Gifhorn

Die Entscheidung erging auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hildesheim, wie ein Sprecher des Landgerichts am Donnerstag mitteilte. Der 57-Jährige sei nicht mehr in Untersuchungshaft, müsse sich aber regelmäßig bei der Polizei melden. Hintergrund sei ein Zwischenfazit der psychologischen Sachverständigen zu den Aussagen der Opfer. Demnach seien statt der seit März 2019 andauernden Untersuchungshaft auch «weniger einschneidende Maßnahmen» möglich.

In dem Prozess geht es um den Missbrauch mehrerer Mädchen in einer familienähnlichen Wohngruppe in Gifhorn. (Az.: 14 KLs 6 Js 3779/19) Das Ehepaar, das vor Gericht steht, hatte bis zum Bekanntwerden der Vorwürfe im vergangenen Januar Kinder betreut. Der 57 Jahre alte Erzieher soll in den Jahren 1998 bis 2007 Mädchen sexuell missbraucht und misshandelt haben. Seine 60 Jahre alte Ehefrau ist mitangeklagt. Ihr wird vorgeworfen, nicht eingeschritten zu sein, als ihr Mann ein Mädchen zwang, über Tage Windeln zu tragen. Auch soll ein Mädchen tagelang in einen Hundekäfig gesperrt worden sein. Der seit längerem außer Vollzug gesetzte Haftbefehl gegen die 60-Jährige sei inzwischen aufgehoben worden.

Der Fall wird neu verhandelt, nachdem ein erstes Verfahren im Herbst 2019 ausgesetzt worden war. Ermittler hatten neue Akten eingereicht. Die Eheleute wollten sich zu Prozessbeginn Anfang Januar nicht äußern. Die Hauptverhandlung wird am 15. April fortgesetzt.

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