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Der Norden Seltene Schwarzstörche gerettet
Der Norden

Seltene Schwarzstörche gerettet

15:21 26.06.2020
Ein Schwarzstorch jagt in einem Bach nach Fischen. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild Quelle: Klaus-Dietmar Gabbert
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Gifhorn

Ein Revierförster hatte auf dem Nest bei Herzberg zwei von ursprünglich vier Jungvögeln gesehen, wie die Landesforsten am Freitag berichteten. Ein Experte des Naturschutzbundes Nabu sei auf den Baum geklettert und habe die beiden überlebenden Jungstörche am Mittwoch geborgen. Die beiden völlig entkräfteten Tiere wurden anschließend mit einer zuckerhaltigen Infusionslösung für den Transport ins Artenschutzzentrum Leiferde im Kreis Gifhorn gestärkt.

«Wahrscheinlich ist mindestens einer der Altvögel gestorben und der verbliebene konnte die vier Jungen nicht mehr allein versorgen», sagte Johannes Thiery, Schwarzstorch-Betreuer der Landesforsten. Der Naturhorst an der alten Brutstätte in einer mächtigen Buche war bei einem Sturm abgebrochen. Daraufhin wurde 2018 ein Kunsthorst als Ersatz angebracht. Mehrere Bruten wurden dort nach Angabe der Landesforsten groß gezogen.

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Insgesamt habe sich der Bestand an Brutvorkommen der streng geschützten Schwarzstörche seit Anfang der 1990er Jahre deutlich erhöht, sagte der Sprecher. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts habe es in Niedersachsen fast keine mehr gegeben. Zur Erholung hätten strenge Schutzmaßnahmen, der Bau von Kunsthorsten, die Renaturierung von Nahrungsbiotopen und die Verbreitung aus dem Osten beigetragen.

«Von 15 Brutpaaren im Jahr 1971 wuchs der Bestand auf 50 Brutpaare im Jahr 2008 an», sagte der Sprecher. Diese Entwicklung stagniere jedoch. Derzeit gingen die Brutzahlen für Niedersachsen sogar leicht zurück, vor allem im Flachland. Wetterextreme und die zunehmende Ausbreitung von Beutegreifern wie Uhu, Seeadler und Waschbär wirkten sich vermutlich negativ aus.