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Der Norden Tödlicher Schuss aus der Dienstwaffe: Ermittlungen laufen
Der Norden Tödlicher Schuss aus der Dienstwaffe: Ermittlungen laufen
14:30 19.08.2019
Verfahren zum tödlichen Waffengebrauch der Polizei. Foto: Hauke-Christian Dittrich/Archivbild Quelle: Hauke-Christian Dittrich
Oldenburg

Der junge Mann war am Samstag im Stadtteil Bützfleth in einer Flüchtlingsunterkunft mit einer Hantelstange auf Polizisten losgegangen. Nachdem der Einsatz von Pfefferspray erfolglos blieb, schoss einer der Beamten auf den Mann, um den Angriff zu stoppen. Der 20-Jährige starb kurze Zeit später an seinen Verletzungen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft laufen die Ermittlungen. Weitere Details wurden nicht genannt. Der Beamte ist derzeit nicht im Dienst.

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) sprach am Montag von einem «sehr tragischen Fall». Dies werde jetzt aufgeklärt und ermittelt von der Staatsanwaltschaft, wie sich das gehöre. «Von daher verbietet sich jetzt eine Kommentierung der Vorgänge.» Die AfD-Fraktion im niedersächsischen Landtag bekräftigte indes ihre Forderung, die Polizei probeweise mit Elektroimpulswaffen, sogenannten Tasern, auszustatten. «Ein Taser hätte den Mann wohl ebenfalls außer Gefecht gesetzt, aber ohne ihm das Leben zu nehmen», sagte der innenpolitische Sprecher der AfD-Fraktion Jens Ahrends.

Die Polizei war am Samstagabend per Notruf alarmiert und wegen einer Auseinandersetzung zwischen zwei Personen in die Unterkunft gerufen worden. Der Mann reagierte zunächst nicht auf die Ansprache, griff dann aber zu der Eisenstange. Die fünf anderen Bewohner des Hauses wurden nach dem Vorfall in andere Unterkünfte gebracht. Für die polizeilichen Ermittlungen ist die Polizeiinspektion Cuxhaven (Polizeidirektion Oldenburg) zuständig.

Entweder Innenminister in Niedersachsen oder SPD-Chef im Bund: «Beides geht nach meiner Überzeugung nicht», sagt Boris Pistorius. Die aufwendige Deutschland-Tour als Bewerber für den Parteivorsitz sei dagegen mit der Arbeit als Minister sehr wohl vereinbar.

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