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Interview Zeltlager sind der Renner
Mehr Interview Zeltlager sind der Renner
18:05 15.07.2011
Interview der Woche: Gerd Dittmer Quelle: Peter Müller
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Celle Stadt

Seit wann gibt es den Ferienpass in Celle schon?

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1976 gab es den ersten Ferienpass in der Stadt Celle, also jetzt genau seit 35 Jahren. Der damalige Jugendpfleger Bernd Nitsche kam auf die Idee, in Celle einen Ferienpass anzubieten. Angefangen hat alles mit einem Gutscheinheft, in dem u. a. Gutscheine für einmal Eis essen, einem Kinobesuch und Besichtigungen enthalten waren. Auch ein bis zwei Tagesausflüge wurden damals angeboten. Nach und nach kamen mehrere Aktionen hinzu und somit ist der Ferienpass stetig gewachsen. Das einzige was sich am Ferienpass nicht verändert hat, ist sein Format. Man kann ihn einfach in die Hosentasche stecken und einzelne Zettel leicht herausreißen.

Gibt es Angebote, die immer sehr gut von den Kindern angenommen werden?

Ja, zum Beispiel die mehrtägigen Zeltlager. Für alle sechs bis zehnjährigen Kinder bieten wir drei Mal ein dreitägiges Zeltlager in Wietzenbruch an. Am Zeltlager nach Neustadt in Holstein an der Ostsee können Kinder im Alter von zehn bis zwölf Jahren teilnehmen und für die Großen im Alter von 13 bis 14 Jahren geht es für fünf Tage an den Schweriner See, wo sie in Hütten übernachten und unter anderem einen Hochseilgarten besuchen. Auch Kegeln, Reiten und das Paddeln auf der Aller sind beliebte Angebote.

Sind die Ansprüche in den letzten Jahren gestiegen?

Die Anforderungen bei der Aufsichtspflicht sind gestiegen. Man braucht mehr Betreuer/-innen und die Kinder haben teilweise einen höheren Betreuungsbedarf. Bei kleineren Kindern ist dieser natürlich höher als bei den 13 bis 14-Jährigen.

Wie sehen Sie die Entwicklung bei den Ferienpass-Angeboten?

Die Vereine und Verbände bieten mehrere Ferienpassangebote an, als noch vor ein paar Jahren. Wir bekommen immer wieder Anregungen und versuchen ausgewogene Angebote für Mädchen und Jungs anzubieten. Zum Beispiel gibt es ein Fußballcamp nur für Mädchen, aber auch ein Camp für alle.

Wie hoch sind die entstehenden Kosten für den Ferienpass?

64.000 Euro fließen in den Ferienpass. Zeltlager und Aufwandsentschädigungen für die Vereine und Verbände werden davon bezahlt. Hierbei sind die Ressourcen nicht unendlich.

Was wird in Zukunft für den Ferienpass geplant?

Das ergibt sich immer im Laufe der Zeit. Anregungen gibt es meistens von Betreuern/-innen, den Vereinen und Verbänden und wir schauen, ob wir die Ideen für den Ferienpass realisieren können. So entstand auch die Idee, den Ferienpass mit einem großen Fest ausklingen zu lassen. Der Französische Garten ist dafür ein zentraler Ort und eine wunderbare Location für ein Abschlussfest.

Was wünschen Sie sich in Zukunft für den Ferienpass?

Ich wünsche mir, dass alle Betreuer/-innen, Mitarbeiter/-innen, Vereine, Verbände und Institutionen weiterhin so engagiert mitarbeiten, denn ohne sie wäre der Ferienpass in der jetzigen Größenordnung nicht möglich.

Von Franziska Kiele