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Mittendrin Fleischer zufrieden mit „ordentlichen Zahlen“
Mehr Mittendrin Fleischer zufrieden mit „ordentlichen Zahlen“
18:04 21.06.2010
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Celle Stadt

„Unsere Kunden legen Wert auf Qualität“, sagt Heiner Kleinschmidt. Der Obermeister der Fleischerinnung Celle/Soltau-Fallingbostel und Inhaber des Fleischerbetriebes Kleinschmidt in Winsen weiß, warum die Celler immer öfter an die Fleischertheke statt in den Supermarkt strömen: „Bei uns gibt es die persönliche Garantie, denn wir stehen hinter unserer Ware.“ Der verantwortungsvolle Umgang mit Zusatzstoffen und die Frische der Produkte gehören für Kleinschmidt zu den Grundvoraussetzungen seines Handwerks. Letztere werden im Landkreis Celle vor allem durch die kurzen Wege erreicht: „Wir unterstützen die Landwirtschaft vor Ort, indem wir direkt vom Bauern kaufen. Dadurch werden Arbeitsplätze gesichert. Und frischer kann man nicht arbeiten.“

Im Rückblick auf das Jahr 2009 spricht Kleinschmidt von „ordentlichen Zahlen“. Das stimmt im wesentlichen mit dem Ergebnis überein, zu dem auch das Fleischerhandwerk in Niedersachsen/Bremen trotz Wirtschaftskrise kommt. „Das Vertrauen der Verbraucher in die Qualität ihres Angebotes stimme die Fleischer weiter optimistisch, sagte Landesinnungsmeister Bernd Schwarze während des Verbandstages des niedersächsisch-bremischen Fleischerhandwerks in Stade, an dem rund 90 Innungsdelegierte teilnahmen – unter ihnen auch Kleinschmidt. „Zwar hat auch die Industrie den Wunsch der Verbraucher nach regionalen Spezialitäten erkannt“, stellte Schwarze fest, „jedoch können nur unsere Betriebe dabei auch gewährleisten, dass die von ihnen verwendeten Rohstoffe aus der Region kommen“. Das deutsche Fleischerhandwerk beschäftige bundesweit konstant rund 151000 Mitarbeiter und biete sichere Arbeitsplätze.

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Ein Beruf mit Perspektive, auch in Celle. „Wir sind zurzeit auf der Suche nach Auszubildenden“, sagt der Celler Fleischereimeister Bernd Zimmermann. Bei den Umsätzen habe sich im vergangenen Jahr nicht viel verändert, allein der harte und lange Winter sei negativ ins Gewicht geschlagen. „Vielen Kunden war der Weg bei der schlechten Wetterlage zu anstrengend“, erklärt Zimmermann.

Zimmermann sieht die Stärken seines Unternehmens vor allem im Service und der großen Produktpalette begründet. Regionale Spezialitäten wie Schinken, Mett- und Leberwurstsorten seien besonders beliebt. „95 Prozent unserer Produkte stellen wir selbst her“, erklärt Zimmermann. Gerade die junge Kundschaft sei eine Zielgruppe, um die man sich verstärkt bemühen müsse. „Das tun wir beispielsweise mit unserem Imbiss und speziellen Artikeln zur Grillsaison.“

Von Birte March