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Mittendrin Guter Start in den Beruf: Betriebe besuchen Schule
Mehr Mittendrin Guter Start in den Beruf: Betriebe besuchen Schule
16:24 14.06.2010
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Hermannsburg

Was genau ein Einzelhandels- oder Bankkaufmann ist, welche Aufgaben ein System-Elektroniker hat und was man als Verkäufer beachten muss, konnten interessierte Jugendliche der künftigen Abschlusslklassen aus der Realschule im Örzetal vor kurzem hautnah erfahren. Namenhafte Firmen aus Celle und Umgebung waren dafür angereist und stellten ihre Berufsfelder vor.

„Ziel der Aktion ,Betrieb in die Schule‘ ist es, Arbeitslosigkeit für Jugendliche möglichst schon im Vorfeld des Übergangs von der Schule ins Berufsleben zu vermeiden und gleichzeitig deren Berufs- und Arbeitsplatzwahl zu erleichtern“, erklärt die Fachlehrerin Gudrun Patnaik die Maßnahme.

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Auf diese Weise lernten die Schüler beispielsweise von einem Vertreter der Hermannsburger Firma Kunststofftechnik Deutgen, welche Aufgaben ein Verfahrensmechaniker hat. Im Gepäck hatte Firmenchef Jörg Deutgen-Sölter dafür auch verschiedene Gussformen aus seinem Betrieb. Die Schüler wurden außerdem eingeladen, durch zusätzliche freiwillige Praktika den Beruf des Werkzeugmachers kennen zu lernen und auch die wichtigen Eigenschaften wie Benehmen, Auftreten und Aufnahmefähigkeit im Arbeitsleben zu trainieren.

Thomas Hermsdorf, Juniorchef des Schuhhauses Hermsdorf, informierte die Schüler über die Aufgaben eines Kaufmanns und die Anforderungen während der Ausbildungsjahre. „Im Idealfall sollten Sie sich zum Verkäufer berufen fühlen“, führte Hermsdorf aus.

Brigitte Habermann von der Volksbank fragte zum Einstieg, was die Aufgabe eines Bankers sei. Die prompte Antwort lautete: „Sie verkaufen Girokonten“. Doch Habermann berichtete auch von den anderen Aufgaben wie dem Wirken im Bereich der Kundenberatung, des Services und bei der Betreuung der Konten und Kredite. „Wenn Sie bei uns eine Ausbildung beginnen, werden Sie zunächst im Bereich des Auftretens, persönlichen Erscheinungsbildes und Führens von Telefonaten eingewiesen. Jeans und Schlabberpulli bleiben zuhause. Wer Kompetenz vermitteln und seinen Arbeitgeber gut vertreten möchte, hat dies auch optisch zu transportieren“

„Der erste Eindruck ist der Wichtigste“, bestätigte auch Kay Schiemann, Prüfungsvorsitzender und Ansprechpartner für alle Auszubildenden.

Edeka-Geschäftsstellenleiter Michael Wandrei stellte den Neuntklässlern den Edeka-Konzern vor: „Die Einkaufsgemeinschaft deutscher Kaufleute sorgt dafür, dass allein in Hermannsburg rund 20.000 verschiedene Lebensmittel über den Ladentisch gehen“.

Uwe de Clark, Inhaber der Elektro-Netzwerkgesellschaft warb für die Berufsbilder des Elektronikers für Energie- und Gebäudetechnik sowie des System-Elektronikers.

Für die kommenden Sommerferien haben sich einige der Schüler bereits für ein weiteres Praktikum entschieden, denn sie wissen, dass manchmal hinterher ein Ausbildungsvertrag die Belohnung für ihre Anstrengungen darstellt. Nach der Vorbereitung durch die Betriebe wissen sie schließlich, worauf es ankommt.

Lehrer, Schüler und Unternehmer trafen in der Schule am Örtzetal zusammen, um den Neuntklässlern

Von Wiebke Quader