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Mittendrin Irgendeiner muss es machen
Mehr Mittendrin Irgendeiner muss es machen
13:32 13.06.2010
Fred Radeke steht den Nachfolgern in seinen früheren Ehrenämtern mit Rat und Tat zur Verfügung. Quelle: Torsten Volkmer
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Oppershausen

17 Jahre, von 1992 bis 2009, war der 64-Jährige in dieser Funktion ehrenamtlich tätig. Es habe ihm einfach Spaß gemacht, Schützenoberst zu sein, erzählt er. Bei der Generalversammlung des Kreisschützenverbandes, bei Schützenfesten und beim Antreten am Ehrendenkmal für die gefallenen Soldaten repräsentierte er den Schießsportverein. Die damalige Entscheidung, Schützenoberst zu werden, habe er sich gut überlegt. Für ihn stand die Überlegung im Mittelpunkt: „Irgendeiner muss es machen.“ Zudem galt für ihn die Devise: „Ich wollte die alte Tradition als Schützenoberst weiterführen“, meint Radeke.

Von 1996 bis 2003 arbeitete Radeke außerdem ehrenamtlich als Schießsportleiter des Schießsportvereins Bockelskamp. Es habe ihm besonders viel Freude gemacht, Pokale zu besorgen und Mannschaften für Vergleichskämpfe aufzustellen, erzählt der Rentner.

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Früher sei er 18 Monate bei der Bundeswehr gewesen. Er habe sich im Schießsportverein durchzusetzen gewusst. Er sei zuverlässig, sagt er. Zuweilen könne er auch einmal poltern, aber nachtragend sei er nicht, fügt er hinzu.

Schon als junger Mann ging der gebürtige Oppershäuser in den Schießsportverein, der damals, so betont er, noch nicht dem deutschen Schützenbund angeschlossen war. Mehrere Jahre spielte er im Spielmannszug des Schießsportvereins Bockelskamp die Trommel.

Als Jugendwart habe er ehrenamtlich die Jugendlichen betreut und sie im Schießen ausgebildet. Ehefrau Ingrid ist ebenfalls im Schießsport engagiert. „Meistens gehen wir zusammen zum Schießen“, erzählt Radeke. Oft hat er an Wettkämpfen teilgenommen. „Als Vereinsmitglied führe ich ab und zu noch, wenn Not am Mann ist, Aufsicht beim Schießen der Schießsportgruppe.“ Grundsätzlich sagt er über seine verschiedenen ehrenamtlichen Aktivitäten: „Man sammelt Erfahrungen.“

Seit dem Jahr 2008 ist Radeke im Ruhestand. Eine neue ehrenamtliche Tätigkeit komme für ihn nicht mehr in Frage, sagt er. Er wolle jüngeren Leuten die Möglichkeit geben, sich ehrenamtlich zu engagieren. Seinen Nachfolgern in seinen früheren Ehrenämtern stehe er mit Rat und Tat zur Verfügung. Jetzt wolle er sich der Familie widmen. 43 Jahre ist er mit Ehefrau Ingrid verheiratet. Zwei Söhne gehören zur Familie.

„Seitdem ich nicht mehr arbeite, bin ich ruhiger geworden, ich mache mir keinen Stress mehr“, meint der Rentner. Gern macht er mit seiner Ehefrau eine Radtour. Außerdem fährt er mit seinen Familienangehörigen schon einmal an die Ostsee oder auch in den Thüringer Wald.

Zur Jagd gehe er regelrecht aus Passion. Gern liest er auch Jagdliteratur. Mit seinem Hund, einem deutschen Jagdterrier, geht er nach dem Frühstück gern spazieren.

„Seitdem ich in Rente bin, läuft alles rund“, meint Radeke, der als Zimmermann viel auf Montage war.

Von Anne Marx