Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Anmelden
Mittendrin Marmeladen mit Beeren aus der Region
Mehr Mittendrin Marmeladen mit Beeren aus der Region
18:46 15.07.2011
Anzeige
Celle Stadt

Nichts geht über ein Frühstück mit frischen Brötchen und selbstgemachter Marmelade. Wenn dazu auch noch gleichzeitig die Beeren-Saison startet, steht dem Frühstücksvergnügen nichts mehr im Wege. „Zumal weiß ich, was in meiner selbstgekochten Marmelade drin ist und dass es meinem Familienangehörigen schmeckt“, sagt Elisabeth Cramm, ehemalige Kreisverbands-Vorsitzende der Celler Landfrauen hinzu.

Anzeige

Zu einem guten Fruchtaufstrich gehören natürlich nur die besten Früchte. Ob Himbeere, Brombeere oder Heidelbeere – wer nicht auf den Eigenanbau im Garten zurückgreifen kann, solle sonnengereiftes Obst guter Qualität zum Kochen verwenden, rät Cramm. Neben den üblichen Verdächtigen wie Himbeeren oder Erdbeeren, verarbeitet Cramm auch Obst aus der Natur wie Holunderbeeren oder Hagebutten.

Der neueste Trend seien allerdings Aroniabeeren, die auch unter dem Namen Apfelbeeren bekannt sind. Sie wirken krebshemmend, so die Expertin. Besonders extravagant ist ein Gelee aus Duftrosen. Dazu benötigt man nur ein zwei-Liter-Maß voll Duftrosenblütenblätter, einen Liter kochendes Wasser, den Saft einer Zitrone und ein Kilogramm Gelierzucker: Zunächst Rosenblütenblätter 24 Stunden im Wasser mit der Zitrone ziehen lassen und absieben. Danach dreiviertel Liter abmessen und mit dem Gelierzucker vier Minuten sprudelnd kochen. Dann heiß in die Gläser füllen und verschließen. Weitere Rezepte finden sich im Werk „Das Marmeladenbuch der Celler Landfrauen“ vom Kreisverband der Landfrauen.

Beim Kochen vertraut Cramm ausschließlich reinem Gelierzucker. Das optimale Mischverhältnis zum Obst lautet 1:1 – auf ein Kilogramm Gelierzucker kommt also ein Kilogramm Früchte. „Für Diabetiker empfiehlt sich ein Mischverhältnis von 1:2 oder 1:3“, so der Tipp der Landfrau. Relativ neu auf dem Markt sind Gelierzucker, bei denen kein Kochen notwendig ist. „Allerdings verringert sich dadurch das Verfallsdatum auf nur wenige Wochen“, schränkt Cramm ein

Nichts für schwache Geschmacksnerven sind Marmeladen mit raffinierten Zutaten: Die Erdbeer-Marmelade mit grünem Pfeffer wartet dabei aber noch auf ihren Durchbruch. Wer es nicht so scharf möchte, sich seinen langweiligen Erdbeer-Aufstrich aber trotzdem verfeinern will, sollte beim Kochen zu weißer Schokolade oder Vanille-Schoten greifen. „Beim Zubereiten von Marmelade kann man seiner Kreativität freien Lauf lassen“, sagt Cramm.

Sehr ausgefallen sind Marmeladen auf Grillpartys. Was sich anfangs sehr gewöhnungsbedürftig anhört, ist nach dem ersten Bissen ein großer Hit. Einfach Obst mit der Marmelade marinieren und mit Alufolie auf den Grill legen – fertig.

Von Andre Batistic