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Mittendrin „Möchte etwas für die Allgemeinheit tun“
Mehr Mittendrin „Möchte etwas für die Allgemeinheit tun“
15:27 13.06.2010
Heinz Schrader ist seit über 60 Jahren Mitglied im TuS Eicklingen. Hier wirft er einen Blick auf alte Fotos seiner Fußballzeit. Quelle: Torsten Volkmer
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Eicklingen

In Celle ist Schrader geboren, aber in Eicklingen aufgewachsen. Ein älteres Mitglied von TuS Eicklingen fragte ihn damals beim Spielen auf der Straße, ob er nicht beim Fußballspielen mitmachen wollte. „Nach dem Krieg durfte man allerdings erst im Alter von mindestens zehn Jahren in eine Fußballmannschaft eintreten. Also habe ich erst in der Turnabteilung von TuS Eicklingen angefangen. Mit dem 12. Lebensjahr ging ich in die Fußball-Schülermannschaft“, erzählt Schrader. Leider sei er im Jahr 1960 aufgrund verschiedener Unfälle und kaputter Gelenke Sportinvalide geworden. Zehn Jahre lang habe er kein Fußball gespielt. Im Jahr 1970 trat er in die „Alte Herren-Mannschaft“ von TuS Eicklingen ein und spielte bis zum 47. Lebensjahr Fußball.

Zehn Jahre, von 1972 bis 1982 war Schrader Kassenwart. Der damalige erste Vorsitzende Richard Schultz hatte den ehrenamtlichen Posten des Kassenwarts angeboten. Gern engagierte sich Schrader im Verein, zumal er als kaufmännischer Angestellter in verschiedenen kleineren Firmen im Bereich Buchhaltung gearbeitet hatte. Er sei solide und umgänglich, sagt Schrader von sich selbst. Auch sein Vater hatte sich schon im TuS Eicklingen engagiert. Er war Spartenleiter gewesen.

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Gemeinsam mit anderen Sportkameraden und deren Ehefrauen spielte Schrader privat in einer Freizeitgruppe in der Turnhalle Eicklingen Volleyball. Daher kam der Sportler mit anderen Sportkameraden auf die Idee, eine Sparte Volleyball zu gründen.

Denn Schrader und andere Sportler hatten den Wunsch, an einer Punktspielserie teilzunehmen. Die Volleyballsparte bestand allerdings nur zwei Jahre. Es bestand dann nicht mehr soviel Interesse an der Sparte und es gab wenig Nachwuchs.

Bereits 1974 gründete Schra-der gemeinsam mit anderen Sportkameraden auf Initiative eines Grundschullehrers eine Faustballsparte.

Er habe leidenschaftlich gern Faustball gespielt, erzählt Schrader. Fünf Jahre sei er bei Punktspielen dabeigewesen.

Er sei jetzt kein aktiver Sportler mehr, da er zu 70 Prozent schwerbehindert sei. „Ich zahle aber immer noch meinen Beitrag, damit die jungen Leute etwas davon haben“, sagt Schrader. „Die Jugendarbeit im Verein ist in Ordnung“, sagt der Vater von zwei Kindern. Die Kameradschaft in den Mannschaften habe er besonders geschätzt.

Seit vielen Jahren macht Schrader Ratsarbeit. Der Sozialdemokrat engagierte sich von 1976 bis 1996 als Ratsherr der Gemeinde Eicklingen. Seit 1986 ist er tätig als Ratsherr der Samtgemeinde Flotwedel und arbeitet im Sozialausschuss der Gemeinde mit. „Ich möchte etwas für die Allgemeinheit tun.“

Von Anne Marx