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Spot(t) Auf Augenhöhe
Mehr Spot(t) Auf Augenhöhe
11:21 29.01.2018
Von Audrey-Lynn Struck
Celle Stadt

Und dann schaltet man den Fernseher ein und "Der Bachelor" taucht auf dem Bildschirm auf. Puff, und weg sind sie, die Jahrhunderte der Entwicklung und des Kampfes, sich von dem tadellos frisierten und stummen Geschöpf an der Seite des Mannes zu einer eigenständigen Person zu etablieren. Verschwunden in dem Bruchteil einer Sekunde. Stattdessen sieht man erwachsenen Frauen dabei zu, wie sie ihr Gesicht und ihre Selbstachtung verlieren. Sie buhlen um die Zuneigung und Aufmerksamkeit des Bachelors wie dreijährige Zwillinge um ihren Vater. Stellen angesichts seines so unbeständigen Interesses ihr Aussehen, ihre Fähigkeiten und ihr ganzes Wesen in Frage. Die Kandidatinnen schieben ihr Recht auf Selbstbestimmung weit von sich, verdrängen den Gedanken, dass nur sie allein für ihr Glück verantwortlich sind und nehmen das Abhängigkeitsverhältnis mit Handkuss entgegen. Denn eines wissen sie mit ihren 25 Jahren ganz genau: Ohne diese Show bleibt ihnen die Liebe und das Glück auf ewig verwehrt. Gerade will ich weiterschalten, als ich noch den einen Satz der Kandidatin höre: "Das ist wohl einer der wichtigsten Momente in meinem Leben." Na dann Prost.

Spot(t) Celle Stadt - Überwachung

So ist das heutzutage: Kaum sind die Kinder geboren, sind sie im Visier von Spionen – ihrer eigenen Eltern. Willkommen im Überwachungsstaat! Das System macht im wahrsten Wortsinne Schule. Zugegeben, in Deutschland ist man noch zögerlich.

Carsten Richter 26.01.2018
Spot(t) Celle Stadt - Rauch-Zeichen

Vor mir gingen zwei junge Männer, dicht nebeneinander, ins Gespräch vertieft. Plötzlich: Eine große und dichte Rauchwolke stieg von einem der beiden auf, zog über seinen Kopf und hüllte mich ein. Was war das denn?

Jürgen Poestges 26.01.2018
Spot(t) Celle Stadt - Wortfriedhof

Wann hatten Sie zuletzt einen Heiermann in der Tasche? Wissen Sie, was Kniebeißer sind? Lust auf Käse-Igel? Und wird Ihnen manchmal blümerant, wenn alte Wörter verschwinden? Jedes Jahr kommen nicht nur Tier- und Pflanzenarten abhanden. Auch Schöpfungen der deutschen Sprache landen auf dem Wortfriedhof.

Simon Ziegler 26.01.2018