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Spot(t) Gardofflsubbe
Mehr Spot(t) Gardofflsubbe
11:25 05.06.2018
Von Carsten Richter
Celle Stadt

In einer weitgehend hochdeutschen Bastion wirken Dialekte immer ein wenig befremdlich. Dabei sind die doch sooo schön. Wenn Kollege P. etwa einen Kalauer zum Besten gibt, macht er keinen Hehl daraus, dass er vom Niederrhein kommt. Und was Sie hier oben lesen, ist feinstes Sächsisch – ein köstlicher Ohrenschmaus. Davon habe ich in meinem Urlaub im Elbsandsteingebirge reichlich zu hören bekommen. In dem „Felsenparadies“ rund um die deutsch-tschechische Grenze ist man hervorragend auf Touristen aus dem jeweils anderen Land eingestellt. Egal ob Wander- oder Speisekarte – alles ist zweisprachig verfasst. Bezahlen ist hüben wie drüben in Euro und Tschechischen Kronen möglich. Auf der Rückfahrt habe ich in Meißen dann dieses Schmankerl auf der Tafel eines Restaurants entdeckt: „Ne Schissl heeße Gardofflsubbe midd Wärschd‘l unn Meirahn unn ä Breedschen ‚sadd‘.“ Na, haben Sie alles verstanden? Dann guten Appetit! Andernfalls lassen Sie sich einfach überraschen, was Ihnen da kredenzt wird. Ein bisschen Risiko muss sein. Während also Tschechisch übersetzt wird, ist man als Norddeutscher unter Sachsen völlig verloren. Eine sächsische Speisekarte ohne hochdeutsche Übersetzung – für humorlose Zeitgenossen wäre das schon ein Grund zur Beschwerde. Überhaupt: Sächsisch gilt unter den deutschen Dialekten als besonders unbeliebt. Soll beim Flirten ja sogar ein regelrechter Abturner sein. Nur wegen der vielen weichen Konsonanten? Ich hoffe, dass dieser Dialekt noch lange erhalten bleibt. Und wenn es nur zum Schmunzeln ist.

Spot(t) Celle Stadt - Schlau

Sie kriegen einfach alles raus: Forscher. Zum Beispiel, dass am Herzen operierte Mäuse länger leben, wenn sie Oper hören. Dass der Mensch durchschnittlich 2,2 Mal am Tag lügt. Auch schön ist die Entdeckung, dass Hautjucken auf der linken Seite des Körpers verschwindet, wenn man sich im Spiegel betrachtet und die rechte Seite kratzt – soll übrigens auch umgekehrt funktionieren.

Simon Ziegler 04.06.2018
Spot(t) Celle Stadt - Ab in den Garten

In der Mittagspause nehme ich mir mal Zeit, um mir die Stadt anzusehen. "Bei gutem Wetter empfehle ich dir einen Spaziergang durch den Französischen Garten", hat mir CZ-Redakteurin Dagny Siebke, die ja gerade beim Bonner Generalanzeiger zum Reportertausch weilt, empfohlen.

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Spot(t) Celle Stadt - Paradiesisch

"Schreiben Sie doch nächste Woche mal, was Ihnen in Celle auffällt, wie Sie Celle sehen." Der Inhalt der Mail aus der Redaktion der Celleschen Zeitung lieferte mir einen klaren Auftrag. Somit wäre der Platz der täglichen CZ-Kolumne jedenfalls schon mal gefüllt.

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