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Spot(t) Klopperei
Mehr Spot(t) Klopperei
11:51 02.01.2019
Von Michael Ende
Quelle: Oliver Berg
Celle

Erinnern Sie sich noch daran, wie hart es früher auf dem Schulhof zugehen konnte? Da gab es Typen, die wollten immer kämpfen und zeigen, dass sie die Stärksten waren. Schlimmstenfalls wurde man von ihnen als Demonstrationsobjekt ausgeguckt, was mit einem Kampf vor versammelter Mannschaft enden konnte. „Klopperei“ – die Gaffer fanden das immer spannend und feuerten die Kombattanten begeistert an. Da konnte man dann Glück haben und einen „lucky Punch“ landen. Doch manchmal war einem Fortuna nicht hold. Die Folge: Der Geschmack von Blut im Mund, den Hals im Schwitzkasten und ein gestöhntes „ich geb‘ auf“. Damit war die Sache dann aber auch gegessen.

Heute läuft das anders. So hat zum Beispiel ein Streit zwischen zwei dreijährigen Kindern in einer Tagesstätte in Hamburg zu einem Polizeieinsatz geführt. Bei dem Streit in der Kita ging es um ein Dreirad. Es wurde geschrien und gekratzt. Ojeminee. Eine Mutter sah das und handelte: Sie wählte den Notruf 110, und die Polizei schickte einen Peterwagen vorbei. Die Beamten trennten die beiden Streithähne und rieten ihnen und ihren Mamas, künftig ihre Konflikte selber zu lösen. Dabei müssen ja nicht unbedingt die Fäuste fliegen.

Früher mussten wir ganz ohne die Polizei klar kommen. Und wo ist überhaupt eine Pausenhof-Aufsicht, wenn man sie braucht? Durch Kloppereien konnte man eine Menge lernen – zum Beispiel ihnen aus dem Wege zu gehen und Schlägern mit subtileren Strategien zuzusetzen. Schwitzkasten geht auch ganz ohne Fäuste. Kloppen ist nämlich doof.

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