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Typen „Eine Kameradschaft, die noch intakt ist“
Mehr Typen „Eine Kameradschaft, die noch intakt ist“
13:33 13.06.2010
Horst Sebastian. Quelle: Torsten Volkmer
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Landkreis Celle

Beruflich ist der 57-Jährige der Abteilungsleiter Technik und Leiter der Zentralprüfstelle für Feuerlöschschläuche an der Nieder­sächsischen Landesfeuerwehrschule.

Ehrenamtlich wirkte der Feuerwehrmann von 1982 bis 1990 als Ausbildungsleiter der Freiwilligen Feuerwehr in der Samtgemeinde Flotwedel. Außerdem war der in Eicklingen lebende Sebastian in verschiedenen Führungsfunktionen der Ortsfeuerwehr Klein-Eicklingen. Seit 1991 ist der Diplom-Ingenieur ehrenamtlich Kreisausbildungsleiter für die Freiwilligen Feuerwehren und Werkfeuerwehren im Landkreis Celle. Er stelle sich gern neuen Herausforderungen und übernehme erweiterte Aufgabenbereiche. Als Kreisausbildungsleiter vermittelt Sebastian jungen Leuten im Alter zwischen 16 und 25 Jahren feuertechnisches Grundwissen. Außerdem bringt er den Jugendlichen technisches Wissen für die Tätigkeit als Atemschutzträger, Maschinist und als Sprechfunker bei.

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Sein Führungsstil sei sachorientiert und nüchtern und ab und zu auch humorvoll. „Aber ich kann auch impulsiv sein“, sagt er. Das sei vor allem dann der Fall, wenn ein Lehrgangsteilnehmer sich einer Sache nicht annehmen wolle.

„Ich hatte schon immer den Hang, ehrenamtlich tätig zu werden“, erzählt Sebastian. Im Alter von 30 Jahren wurde er Mitglied im Rat der Gemeinde Eicklingen. Von 1991 bis 1996 war er Vorsitzender im Bauausschuss im Rat der Gemeinde Eicklingen.

Seine Erziehung sei darauf ausgerichtet gewesen, anderen Menschen zu helfen, erzählt der engagierte Mann. „Mein Vater war auch ein Vereinsmensch. Er war im Vorstand des Männergesangvereins Eicklingen-Wienhausen“, betont Sebastian. Familie ist für ihn groß geschrieben. Er ist verheiratet mit Ehefrau Monika und Vater von zwei Söhnen.

„Familie und Ehrenamt bedingen einander“, meint Sebastian. „Die Familie ist eine kleine Gemeinschaft, bei der es darum geht, für andere einzustehen.“ Im Ehrenamt ginge es um eine größere Gemeinschaft. Auch hier müsse der eine für den anderen einstehen. Er habe eine soziale Denkweise, sagt SPD-Parteimitglied Sebastian.

Von 1996 bis 2006 war er Vorsitzender der SPD-Fraktion. Von 1998 bis 2001 wirkte Sebastian als stellvertretender Bürgermeister von Eicklingen. Durch sein Elternhaus sei er christlich geprägt, erzählt sebastian. „Zu den Mahlzeiten wurde bei uns gebetet“, fügt er hinzu.

In seiner Freizeit liest Sebastian gern Agententhriller von diversen Autoren. Musikalisch begeistert er sich für Hard­rock. Gern macht Sebastian Radtouren mit der Familie.

Noch einige Jahre will er ehrenamtlich für die Feuerwehr tätig sein. „Mit 62 ist maximal Schluss“, sagt der engagierte Feuerwehrmann.

Von Anne Marx