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Faßberger Geschichtswerkstatt noch immer in der Gründungsphase

12:27 22.06.2020
Das dritte Treffen der Geschichtswerkstatt fand im Faßberger Rathaus statt. Quelle: Hans-Dietrich Springhorn
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Faßberg

Neugierig sein auf die ganze Geschichte der Gemeinde Faßberg: Wegen der Corona-Situation gab es kürzlich mit zehn Teilnehmern – einige Personen hatten sich entschuldigt – einen kleineren Teilnehmerkreis der Geschichtswerkstatt. Die behördlichen Auflagen konnten im Rathaus gut eingehalten werden und es wurde eine große Runde mit viel Abstand gebildet. Die vielen angesprochenen Themen waren interessant und wurden lebhaft diskutiert. Erneut konnten Gründungsregularien, in diesem Fall die Struktur der Geschichtswerkstatt, beraten und beschlossen werden.

Geschichte der Gemeinde Faßberg mit allen Ortsteilen erfassen

Auch wenn im Gemeindeblatt Knüppel regelmäßig informiert und auf Themen hingewiesen wurde, befindet sich die Geschichtswerkstatt noch immer in der Gründungsphase. Da der Anspruch besteht, die ganze Geschichte der Gemeinde mit allen Ortsteilen, auch weit vor der Zeit von 1933 bis 1945 und auch kurz danach, zu betrachten, ist es sehr aufwendig, sich zu finden.

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Faßberger Militärgeschichte ein wesentlicher Aspekt

Jana Heins und Paul Hicks berichteten über aktuelle Entwicklungen, die den militärischen Bereich und damit die Entstehung von Faßberg im historischen Kontext betreffen. Hier werden durch das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) in Potsdam in Zusammenarbeit mit dem Militärhistorischen Museum (MHW) in Dresden und in Berlin-Gatow große Ressourcen bereitgestellt.

Bürger Faßbergs neugierig machen und mit einbinden

Auch die Gemeinde mit dem Bürgermeister Frank Bröhl unterstützt die Arbeit. Dies alles wird durch die Geschichtswerkstatt begrüßt. Deutlich wird dabei aber auch, dass bei einer rein militärhistorischen Betrachtung die Gefahr besteht, dass politische und gesellschaftliche Zusammenhänge ausgeblendet werden. In einem kurzen Beitrag der studierten Historikerin Mareike Rohde, die erst wenige Jahre in der Gemeinde lebt, wurde deutlich, dass mit themenbezogenen Projekten die unterschiedlichen Sichtweisen, Interessen und Schwerpunkte an der Gemeindegeschichte am besten abgebildet werden können. Dadurch werden viele Gemeindemitglieder persönlich angesprochen. Die Neugier steigt und die Bereitschaft zur Mitwirkung und Mitarbeit wird gefördert.

Umgestaltung der Michaelkirche und 1000 Jahre Müden

Der Anspruch der Geschichtswerkstatt, umfassend die ganze spannende Geschichte der Gemeinde zu behandeln, wurde bekräftigt. Daraus abgeleitet ist man neugierig, über den Stand der Umgestaltung der Michaelkirche beim nächsten Treffen etwas aus erster Hand zu erfahren. Die Geschichtswerkstatt möchte sich auch mit dem Thema 1000 Jahre Müden beschäftigen und an den Vorbereitungen zur Feier im Jahr 2022 beteiligen.

Von Angelika Cremer

Neue Termine: 1. Juli, 18 Uhr, Rathaus Faßberg; 3. September, 18 Uhr, Oase, Vortrag von Eike Bruns.

04.05.2020
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