Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Anmelden
Vereine Krankheit besser verstehen
Mehr Vereine Krankheit besser verstehen
16:37 04.10.2019
Die Aktiven der Fibromyalgie-Selbsthilfegruppe Eschede.
Eschede

Es handelt sich um ein Syndrom weitverbreiteter Schmerzen in verschiedenen Körperregionen, Schlafstörungen und vermehrter Erschöpfung. Vor 20 Jahren gründeten Bärbel Dettmer und Inge Umhey die Selbsthilfegruppe Fibromyalgie in Celle. Es war sehr schwer, bei so einer unbekannten Krankheit eine Gruppe zu bilden, erinnert sich Gründerin Umhey. Nur mit der Hilfe von Frank-Ulrich Krebs (ehemaliger Mitarbeiter der AOK Celle und KIBiS) gelang es den beiden Frauen. Mit Material und Gesprächen wurden sie durch die „Deutsche Fibromyalgie-Vereinigung“ unterstützt und besser über die Krankheit aufgeklärt. In der Jägerstraße bekamen Bärbel Dettmer und Inge Umhey Räume, die sie für unsere Gruppentreffen nutzen konnten.

„Heute ist es vielleicht etwas einfacher, aber 1999 kannte noch Niemand die Krankheit Fibromyalgie“, erinnern sie sich. „Wir wurden von den Ärzten nur belächelt und so mussten wir uns Jahre lang bemühen, mehr über diese Krankheit zu erfahren, denn keiner konnte uns über diese noch unbekannte Krankheit aufklären. Auch viel Verständnis von unseren Mitmenschen haben wir nicht bekommen, leider ist das auch heute noch so. Aber wir haben es geschafft!“

Aus dem Kreis der beiden Betroffenen wurde in kurzer Zeit eine Runde von 25 Damen, die sich regelmäßig trafen. Somit wurde die Gruppe in Celle zu groß. „Mit fünf anderen Betroffenen bin ich dann 2003 nach Eschede gegangen und habe die Gruppe dort bis 2006 betreut“, erinnert sich Inge Umhey. Danach übernahm Susanne Trettin, die die Gruppe bis heute mit viel Erfolg weiterleitet.

Seit einigen Jahren gibt es einen festen Mitgliederstamm von 10 Personen. Neben Gesprächen in den Gruppentreffen werden gemeinsam Ausflüge unternommen (etwa der Besuch des Deutschen Fibromyalgie-Tages oder Wochenendreisen), Veranstaltungen wie Arztvorträge oder Grillfeste ausgerichtet. Zudem genießen die Mitglieder das Verständnis und Vertrauen untereinander. „Auch das Verhältnis zwischen Ärzten und Patienten hat sich über die Jahre hinweg zunehmend verbessert“, bilanzieren die Damen mit Verweis vor allem auf die Aufnahme des Fibromyalgie-Syndroms ins anerkannte Klassifikationssystem für medizinische Diagnosen (ICD der WHO international). „Für 20 Jahre sagen wir unseren Gründerinnen, Leiterinnen und allen Gruppenmitgliedern herzlichen Dank, denn ohne sie würde es uns als Selbsthilfegruppe nicht geben.“

Besuch im Nachbarkreis: Umweltschützer haben sich Projekte im Kreis Uelzen angeschaut.

04.10.2019

Dort, wo Waffen ausprobiert werden, hat die Natur einen vielfältigen Rückzugsraum gefunden.

04.10.2019

Garßens Schützen haben sich in guter Tradition mal wieder mit den Nachbarvereinen zum Wettkampf getroffen.

04.10.2019