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Vereine SoVD Unterlüß feiert 100. Geburtstag
Mehr Vereine SoVD Unterlüß feiert 100. Geburtstag
18:13 11.10.2019
Jubiläumsfeier im Schützenheim: (von links) Bürgermeister Axel Flader, Ortsvorsitzender Hans-Karl Haak und Kreisvorsitzender und stellvertretender Landesvorsitzender Achim Spitzlei. Quelle: B. Schmidt
Unterlüß

An der Feier nahmen unter anderem Bürgermeister Axel Flader und SoVD-Kreisvorsitzender Achim Spitzlei teil. Ziel des damaligen Reichsbunds war die Unterstützung von Kriegsopfern und Hinterbliebenen nach dem Ersten Weltkrieg. Der entsprechende Bundesverband wurde bereits 1917 in Berlin aus der Taufe gehoben. Erster Vorsitzender in Unterlüß wurde damals Johannes Alm. Die Gründungsversammlung wurde in einem Protokollbuch festgehalten, das bis heute erhalten ist und zusammen mit weiteren Unterlagen vom scheidenden Vorsitzenden an den Nachfolger weitergegeben wird.

Harte Nachkriegszeit

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs, den Deutschland angezettelt und verloren hatte, lebten die Menschen in Deutschland unter denkbar schlechten Bedingungen. Kleidung, Heizmaterial und Nahrungsmittel waren knapp. Der Reichsbund verteilte die Güter, die von Wohlfahrts- oder Versorgungsämtern herausgegeben wurden, unter der Hinterbliebenen, Kriegsbeschädigten und Kriegsteilnehmern.

Neuanfang im Jahr 1948

Während der NS-Zeit hatte der Verband seine Aktivitäten eingestellt und erst 1948 wurde die Arbeit und damit auch die Ortsgruppe wieder aktiviert. Mit Protokollnotiz vom 10. August 1948 war oder wurde Willy Klimmesch Vorsitzender. Im November 1948 hatte der Verband 44 Mitglieder und einen Kassenbestand von 97,15 DM. Themen der Versammlung waren – wie 1919 – die Kohle- und Holzversorgung, ein Wintervergnügen im Kurhotel, die neue Sterbegeld-Regelung und die Rentenversorgung.

Erinnerung an Karl Belau und Hermann Niebuhr

Karl Belau war insgesamt 52 Jahre seines Lebens im Vorstand in verschiedenen Funktionen ehrenamtlich für den Reichsbund aktiv. Er lebt heute mit fast 92 Jahren in einem Seniorenheim. Aus den Aufzeichnungen kann geschlossen werden, dass Hermann Niebuhr bis zum 6. März 1966 den Ortsverband anführte, immerhin 18 Jahre am Stück. Er ist damit bis heute der am längsten amtierende Vorsitzende des Ortsverbands Unterlüß. 1966 bekam er dann auch sogleich die Ernennung zum Ehrenvorsitzenden.

Loslösung vom Namen „Reichsbund“

Nach ihm kam als Vorsitzender Friedrich Zorn (1966 bis 1972), gefolgt von seiner Frau Lieselotte (1973 bis 1978). Nach ihrem Tod übernimmt Johann Oltmanns am 1. September 1978 kommissarisch den Vorsitz, bis er am 25. März 1979 regulär zum neuen Vorsitzenden gewählt wird. Johann Oltmanns amtierte bis zum 25. März 1990, als er von Karl Belau als Vorsitzender abgelöst wurde. In diese Zeit fällt auch die Loslösung vom Namen „Reichsbund“. Der Verband nennt sich seit dem 1. Januar 1999 Sozialverband Deutschland (SoVD).

Aufgaben haben sich stark gewandelt

Die Mitgliederzahlen, die mal über 220 betrugen, haben sich heute bei etwa 145 eingependelt. Zu- und Abgänge halten sich die Waage. Die Aufgaben des Verbands und der örtlichen Vorstände haben sich in den 100 Jahren stark gewandelt. In der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg musste die größte materielle Not gelindert werden. Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es auch Versorgungsengpässe, aber es gab auch den „Marshall-Plan“ der Alliierten.

Die deutsche Wirtschaft erholte sich dank dieser Hilfen teilweise rascher als in den umliegenden Ländern und trug in den 60er Jahren zum damaligen „Wirtschaftswunder“ und dem damit verbundenen Aufschwung bei. Die Tätigkeit des SoVD wandelte sich infolgedessen hin zu politischer Einflussnahme und Beratung der Mitglieder in rechtlichen Fragen, die heute nur von ausgebildeten Vollzeit-Beschäftigten erbracht werden können.

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