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Dropkick Mangelndes Fairplay trübt Vorfreude
Sport Dropkick Mangelndes Fairplay trübt Vorfreude
08:00 09.08.2019
Von Oliver Schreiber
Endlich rollt der Ball wieder. Die Vorfreude auf die neue Saison im Celler Fußball ist groß. Quelle: Montage: Norman Heesebeck
Celle

Eigentlich war die abgelaufene Saison eine ziemlich erfolgreiche für den Celler Fußball. Eine Spielzeit, die Vorfreude auf die nächste machen könnte. Doch bei aller Freude über die Wiederaufstiege des MTV Eintracht Celle in die Oberliga beziehungsweise des VfL Westercelle in die Landesliga trübt einmal mehr die Fairplay-Bilanz der hiesigen Kicker das Gesamtbild. Die „Bad Boys“ haben wieder zugeschlagen. Zum siebten Mal in den vergangenen acht Jahren waren die hiesigen Kicker die unfairsten in ganz Niedersachsen – eine peinliche Rekordmarke.

Natürlich benimmt sich die überwiegende Mehrheit der Fußballer vernünftig. Doch fast in jedem Verein gibt es „Pflegefälle“, die meinen, ihre Aggressionen auf dem Platz ausleben zu müssen. Meist handelt es sich um Wiederholungstäter, deren Lernfähigkeit sehr überschaubar ist. Leidtragende sind am Ende oft die Schiedsrichter, die beleidigt, bedroht oder sogar körperlich attackiert werden. Hier sind auch die Vereine gefordert, solchen „Fußballern“ eben keine Heimat zu geben und sie rigoros auszusortieren.

Fairplay und Erfolg gehören zusammen

Dabei schließen sich erfolgreicher Fußball und Fairplay nicht aus, sondern bedingen einander. Bestes Beispiel dafür ist Celles Nummer eins im Herrenfußball. Eintracht schaffte nicht nur auf beeindruckende Weise die Rückkehr in die Oberliga, sondern war auch Celles fairstes Team in der Wertung.

Eintracht und VfL Westercelle haben gute Chancen

Beim ersten Mal kam der Aufstieg noch zu früh – sowohl die junge Mannschaft als auch die Verantwortlichen im Umfeld mussten Lehrgeld bezahlen. Anno 2019 ist der Klub besser gerüstet, das Team wirkt gereifter. Eine Garantie für den Klassenerhalt ist das aber beileibe nicht. Für die Celler wird es hammerhart, mindestens fünf Mannschaften hinter sich zu lassen, um in der Liga zu bleiben.

Ähnliches gilt für die Westerceller. Durch ihren Wiederaufstieg in die Landesliga sind sowohl die höchste Liga Niedersachsens als auch des Bezirks mit Celler Klubs besetzt. Der VfL musste zwar den Verlust von drei hoffnungsvollen Talenten Richtung Eintracht hinnehmen, lebt aber weiter von seiner exzellenten Jugendarbeit. Auch Gelb-Schwarz hat dieses Mal bessere Chancen auf den Ligaverbleib.

Bezirksliga ist "ungeliebtes Kind"

Die Bezirksliga verkommt hingegen immer mehr zum „ungeliebten Kind“ der Celler. Mit dem SC Wietzenbruch musste das nächste Team dort die Segel streichen. Dadurch sind es mit dem SC Vorwerk und dem souveränen Kreismeister SG Eldingen nur noch zwei Celler Klubs. Für beide geht es aber auch nur ums Überleben in dieser Klasse.

Spannend dürfte auch die Kreisliga-Saison werden. Mindestens sechs Klubs haben das Potenzial, um Meister zu werden. Gegen den Abstieg werden wohl ähnlich viele Vereine kämpfen.

Gesprächsstoff bietet der Celler Fußball weiter reichlich. Und dafür soll dieses Magazin als Grundlage dienen.

Viel Spaß bei der Lektüre wünscht Ihnen

Ihre CZ-Sportredaktion