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Fußball regional Angriffslust mit Scharfsinn
Sport Fußball regional Angriffslust mit Scharfsinn
11:44 12.10.2018
Von Oliver Schreiber
Der MTV Eintracht Celle (blaue Trikots) will im zehnten Spiel den zehnten Sieg einfahren. Quelle: David Borghoff
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Celle

Viel krasser könnten die Gegensätze kaum sein. Auf der einen Seite der souveräne Spitzenreiter, der bisher alle neun Spiele in der Fußball-Landesliga gewonnen hat. Und auf der anderen Seite das Schlusslicht, das bisher noch nicht einmal als Sieger vom Platz ging. Genau diese Konstellation ruft dann meist den Trainer des haushohen Favoriten auf den Plan, der eindringlich davor warnt, den Kontrahenten zu unterschätzen. So auch Hilger Wirtz. „Wir haben bei unserer Pokal-Niederlage in Küsten am eigenen Leib erfahren, was passiert, wenn man nicht voll bei der Sache ist. Insofern sollten bei uns alle Sinne geschärft sein“, erklärt der Chefcoach des MTV Eintracht Celle vor der Partie am Samstag um 16 Uhr in der Wilharm-Arena gegen die Turn- und Sportgemeinde Ritterhude.

Alles andere als der zehnte Dreier wäre eine faustdicke Überraschung. Die Gäste aus dem Landkreis Osterholz haben in neun Partien mickrige zwei Punkte geholt und kassieren als Schießbude der Liga im Schnitt drei bis vier Gegentore pro Spiel. Eintracht hat sowohl die beste Offensive (25 Treffer) als auch Defensive (nur sieben Gegentore). Nichtsdestotrotz erwartet Wirtz einen unbequemen Gegner, der sich – der Dorfhistorie entsprechend – ritterlich präsentieren wird. „Sie werden sich mit Händen und Füßen wehren. Aber wir sind uns natürlich unserer Qualität bewusst. Neun Siege in neun Spielen kommen ja nicht von ungefähr“, meint Wirtz.

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Zuletzt beim 3:2-Erfolg in Emmendorf agierten die Blau-Weißen im 4-4-2-System statt in der bewährten 4-2-3-1-Formation, dies wird auch diesmal aller Voraussicht nach so sein. Heißt: Henry Struwe rückt von der Außenbahn wieder ins Sturmzentrum neben Moussa Doumbouya, dafür wirbelt Adrian Zöfelt über die Außenpositionen. „Wir erhoffen uns dadurch eine größere Präsenz im Strafraum. Wenn das nicht funktioniert, können wir auch ganz schnell wieder umstellen. Da sind die Jungs flexibel“, erläutert Wirtz, der wohl zum siebten Mal in Folge dieselbe Startelf auf den Platz schicken kann und wird. „Wenn wir unsere Qualität aufs Feld bringen, werden wir auch gewinnen. Wir wollen angriffslustig sein, dabei aber auch geduldig bleiben und uns keine Konter einfangen. Hinten soll die Null stehen“, sagt Wirtz. In diesem Fall würden sich die krassen Gegensätze auch im Ergebnis widerspiegeln.