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Fußball regional Attraktives Stadtduell mit richtig Feuer
Sport Fußball regional Attraktives Stadtduell mit richtig Feuer
15:54 11.10.2018
Vorwerk und Westercelle lieferten sich im Pokal schon einmal ein Duell. Im Juli stand es nach 90 Minuten 2:2. Im Elfmeterschießen hatten die Vorwerker das bessere Ende für sich. Quelle: Oliver Knoblich
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Celle

Ein Celler Stadtderby ist der Höhepunkt des 10. Spieltags der Fußball-Bezirksliga. Bereits am Samstag (15 Uhr) empfängt Aufsteiger SC Vorwerk den Tabellenführer VfL Westercelle. Zur gleichen Zeit hofft der abstiegsgefährdete SC Wietzenbruch gegen SV Lindwedel-Hope auf den ersten Heimsieg.

SC Vorwerk – VfL Westercelle (Samstag, 15 Uhr)

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Stadtderbys elektrisieren die Celler Fußballszene. Das zeigte zuletzt das Kreisligaspiel zwischen dem SV Altencelle und TuS Celle FC, das über 500 Zuschauer anlockte. Und eine ähnlich gute Kulisse scheint auch auf dem Vorwerker Sportplatz am Reuterweg nicht unwahrscheinlich.

Die sportlichen Ausgangsbedingungen könnten jedenfalls kaum reizvoller sein. Aufsteiger SC Vorwerk gibt in der Bezirksliga bisher eine hervorragende Figur ab und ist, obwohl ein Spiel weniger, auf den vierten Tabellenplatz geklettert. Der spielstarke Landesliga-Absteiger VfL Westercelle gewann siebenmal in Folge und führt die Tabelle an. „Das ist ein sehr attraktives Spiel, in dem richtig Feuer sein wird. Wir sind heimstark und konnten den VfL bereits im Bezirks-Pokal besiegen. In einem Derby ist alles möglich. Warum sollten wir die Westerceller Siegesserie nicht beenden können?“, fragt Vorwerks Trainer Stefan Mainka.

Auch beim Gegner VfL Westercelle freut man sich auf die Partie. „Die Jungs sind gut drauf und extrem motiviert. Es ist halt nicht nur ein Derby, sondern, mit Blick auf die Tabelle, auch ein Top-Spiel“, sagt Trainer Axel Güllert. Er sieht sein Team immer mehr in der Rolle des Gejagten. Doch aus dem temporeichen und gutklassigen Spitzenspiel gegen den TSV Elstorf (3:2) zog sein Team eine weitere Portion Selbstvertrauen. Die sehr stabile VfL-Viererkette machte einen ausgezeichneten Eindruck, der Angriff überzeugte durch Schnelligkeit und Variabilität. „Man kann von unseren jungen Spielern aber nicht erwarten, dass sie Woche für Woche Höchstleistungen abruft. Rückschläge werden kommen“, so Güllert und fügt an: „Aber hoffentlich nicht am Samstag in Vorwerk, denn da wollen wir mindestens einen Punkt mitnehmen.“

Bei aller Derby-Rivalität pflegen beide Vereine ein freundschaftliches Verhältnis. SCV-Trainer Stefan Mainka trainierte einst die VfL-A-Jugend, Güllerts Trainer-Partner Heiko Vollmer war vor Jahren als Coach in Vorwerk aktiv. Und auch die Spieler kennen sich untereinander gut. „Diese Freundschaft wird in den 90 Minuten auf dem Platz mit Sicherheit ruhen. Aber danach wollen wir uns die Hand geben und uns wieder in die Augen schauen können“, erklärt Mainka. Er konnte übrigens bezüglich der Verletzung von Angreifer Marvin Dorin leichte Entwarnung geben. Der 27-jährige zog sich beim Spiel gegen Borstel-Sangenstadt nicht den befürchteten Kreuzbandriss zu, fällt aber mit einer schweren Knieprellung und Verdacht auf Innenmeniskusriss erst einmal aus. Beim VfL Westercelle fehlt weiterhin Maurice Thies, dafür kehrt Louis Wilke auf seine angestammte Position im Zentrum zurück.

SC Wietzenbruch – SV Lindwedel-Hope (Samstag, 15 Uhr)

Es ist Woche für Woche das Gleiche. Der SC Wietzenbruch geht mit dem festen Willen zu punkten in seine Partien, gestaltet diese auch oft auf Augenhöhe und steht dann am Ende doch immer wieder mit leeren Händen da.

So ist die Situation für die Männer vom Alten Kanal nach acht Niederlagen und nur einem Sieg aus neun Spielen inzwischen mehr als ernst. Der sichere Nichtabstiegsplatz (Rang 12) ist bereits sechs Punkte entfernt. „Der Frust ist selbstverständlich da. Aber wir dürfen uns jetzt nicht hängenlassen. Wir sind ehrlich genug, um zu sehen, dass wir nicht immer nur Pech haben. Natürlich ist es auch eine Frage der Qualität“, erläutert Trainer Eike Mach. „Aber deshalb arbeiten wir im Training hart, um diese Qualitätslücke weiter zu schließen.“

Mit dem SV Lindwedel-Hope kommt nun eine Mannschaft an den Alten Kanal, die ihre Qualitäten vor allem in der Offensive hat. Dabei erzielte Ex-Regionalliga-Stürmer Engin Kiy zehn von 22 Toren. „Das wird wieder brutal schwer. Aber wir werden alles versuchen. Noch sind wir nicht abgestiegen“, unterstreicht Mach, dem mit Kais Manai, Vincent Manig, Sebastian Kunze und Hans-Martin Schneider wichtige Akteure fehlen.

Von Jochen Strehlau

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