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Fußball regional Bereit fürs Spitzenspiel
Sport Fußball regional Bereit fürs Spitzenspiel
19:03 28.10.2018
Von Oliver Schreiber
Eintrachts Valentin von Behr führt den Ball, rechts überholt ihn Yannik Ehlers. Quelle: Oliver Knoblich
Celle

Spitzenreiter MTV Eintracht Celle geht mit einem Polster von acht Punkten Vorsprung ins Spitzenspiel der Fußball-Landesliga am kommenden Samstag beim Zweiten TuS Harsefeld (nur 1:1 bei SV Eintracht Lüneburg). Die Blau-Weißen gewannen gestern vor rund 200 Zuschauern in der Wilharm-Arena in einer unterhaltsamen Partie mit 4:2 (2:2) gegen den TSV Gellersen und bleiben damit weiter ungeschlagen. „Wir mussten uns heute echt strecken, weil Gellersen uns doch einiges abverlangt hat. Unterm Strich geht der Sieg absolut in Ordnung, auch wenn wir uns das Leben zum Teil selbst schwer gemacht haben“, resümierte MTVE-Cheftrainer Hilger Wirtz.

Damit meinte der 53-Jährige in erster Linie die beiden Gegentore, bei denen die Celler tatkräftig Unterstützung leisteten. So zum Beispiel beim Führungstreffer der sehr engagiert, diszipliniert und gut strukturiert auftretenden Gäste. Marcel Wulf durfte unbedrängt aus 25 Metern schießen, tat dies auch und überraschte damit Keeper Christof Rienass, über den sich der Ball ins Tor senkte – 0:1 (19.).

Doch der MTVE, der zum neunten Mal in Folge mit derselben Startelf auflief und eine starke Anfangsphase hingelegt hatte, reparierte den Schaden schnell. Nur vier Minuten später grätschte ein Gellerser Verteidiger in einen Pass von Adrian Zöfelt und lenkte ihn an Schlussmann Lars-Ole Johst vorbei Richtung eigenes Tor, Moussa Doumbouya schaltete am schnellsten und beförderte die Kugel aus Nahdistanz zum Ausgleich über die Linie.

Eintracht erhöhte die Schlagzahl und drängte den sich tapfer wehrenden Aufsteiger immer weiter in die eigene Hälfte zurück. In der 34. Minute legte Hilger von Elmendorff am Strafraumeck ein scharfes Anspiel gekonnt mit der Hacke in den freien Raum auf Zöfelt, der mit einem trockenen Linksschuss aus 17 Metern ins lange Eck zur 2:1-Führung vollendete.

Die hielt aber gerade mal eine Minute. Malte Marquardt, sonst stets solide und zuverlässig, leistete sich kurz vor dem eigenen Sechzehner einen fatalen Fehlpass, Gellersens Torjäger Andreas Demir bedankte sich für dieses Geschenk und vollstreckte zum 2:2.

Die Celler Wut über die eigenen Patzer bekam Gellersen direkt nach dem Seitenwechsel zu spüren. Der Gastgeber machte sofort Druck, ein Kopfball von Lars Borchert im Anschluss an eine Ecke von von Elmendorff landete nur am Pfosten (48.). Drei Minuten später spielten sich die Struwe-Brüder Henry und Tim nach einem Missverständnis in der Gellerser Hintermannschaft per Doppelpass den Ball zu, doch frei vor dem Tor verfehlte Henrys Schuss das Ziel knapp.

Danach blieb Eintracht zwar weiter überlegen, doch im letzten Angriffsdrittel fehlte die Präzision. Die Gäste verteidigten geschickt und setzten nach vorne immer wieder kleine Nadelstiche, ohne die Celler ernsthaft zu verletzten. In der 76. Minute waren die stetigen Bemühungen des MTVE dann endlich wieder von Erfolg gekrönt. Henry Struwe setzte sich mit einer Energieleistung gegen zwei Gellerser durch und spielte einen Traumpass auf den geschickt in den freien Raum laufenden Doumbouya, der den Ball an Johst vorbei ins Netz beförderte – 3:2.

Nach einer Schrecksekunde in der 83. Minute, als eine missglückte Flanke eines Gellersers an den Pfosten klatschte, sorgte dann ein Elfmeter für die Entscheidung. Der eingewechselte Kai-Lennart Schmidt legte per Kopf für Doumbouya auf, der den Ball wiederum schön auf Zöfelt durchsteckte. Der wurde von den Beinen geholt – klarer Fall: Strafstoß, den Lars Borchert bombensicher verwandelte (85.).

In der Schlussphase hätte Doumbouya das Ergebnis sogar noch höher schrauben können, vergab aber noch zwei Großchancen. Unterm Strich stand aber der elfte Sieg im zwölften Spiel – eine beeindruckende Bilanz. Ein Wermutstropfen fiel aber dann doch noch in den Freudenbecher: Dennis Runge verletzte sich nach seiner Einwechslung am Sprunggelenk und droht länger auszufallen.

Trotz einiger kleiner Aussetzer untermauerte die Eintracht, das sie zurecht souverän an der Spitze steht. „Wir sind bereit für das Spiel in Harsefeld und freuen uns drauf“, meinte Wirtz.

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