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Fußball regional Frischzellenkur tut VfL Westercelle gut
Sport Fußball regional Frischzellenkur tut VfL Westercelle gut
11:28 07.01.2019
Collin-Luis Sarnowski (rechts) gehört zu den vielen Talenten des VfL Westercelle, die in der Bezirksliga für Furore sorgen. Quelle: Oliver Knoblich
Westercelle

Bester Sturm, beste Abwehr, bestes Torverhältnis, beste und dazu blütenweiße Heimbilanz. Lässt man beim Fußball-Bezirksligisten VfL Westercelle die Statistik sprechen, dann muss man angesichts dieser Spitzenwerte schon beeindruckt sein. Nur an der Tabellenspitze stehen die Gelb-Schwarzen trotz 14 Siegen aus 17 Spielen nicht. Aber das kann ja noch werden – der aktuelle Tabellenführer TSV Elstorf, ärgster und wahrscheinlich einziger Konkurrent um die Meisterschaft, hat zu Beginn der Winterpause nämlich nur einen einzigen Punkt Vorsprung.

Extrem verjüngt und praktisch rundum erneuert startete der VfL Westercelle nach seinem einjährigen Landesliga-Gastspiel in die Bezirksliga-Saison. Zwölf hochveranlage Talente aus der U19 bauten die VfL-Trainer Axel Güllert und Heiko Vollmer in den stattlichen 26 Spieler umfassenden Kader ein. Dass das anfangs nicht völlig reibungslos von statten gehen konnte, darf rückblickend niemand verwundern. So war beim 1:2 gegen die SG Scharmbeck-Pattensen, das nachträglich in ein 5:0 umgewertet wurde, und beim 0:3 in Soltau noch einiger Sand im Getriebe. Doch der VfL-Knoten platzte schnell und dann gleich gewaltig: Im dritten Spiel wurde der SV Lindwedel-Hope mit 5:0 vom Platz gefegt – und von da an zeigte die Formkurve der Westerceller eigentlich nur noch bergauf. Ausrutscher gab es lediglich beim SC Vorwerk (1:3) und MTV Egestorf (0:2).

„Wir haben bisher eine tolle Saison gespielt. Dabei spielt der große, aber gesunde Konkurrenzkampf im Team eine entscheidende Rolle. Die Jungen treiben die Älteren immer wieder zu Höchstleistungen an“, sagt Vollmer. Einen enormen Vorteil sieht er darin, dass zahlreiche Spieler auf unterschiedlichen Positionen eingesetzt werden können. „Wir können tauschen und haben so immer wieder Alternativen, um Verletzungen zu kompensieren. Allein für die linke Seite stehen uns mit Philip Boie, Niklas Pautsch, Erwin Oldenburger und Collin Sarnowski gleich vier „Linksfüße“ zur Verfügung“, führt Vollmer aus.

Die gleiche Flexibilität legt der VfL auch in der Beherrschung unterschiedlicher Spielsysteme an den Tag. Neben dem klassischen 4-4-2 oder 4-2-3-1 verlegten sich die Westerceller im Rückspiel bei der SG Scharmbeck-Pattensen sogar einmal auf ein 4-1-4-1 System. Mit Erfolg – wie der überzeugende 4:1 Auswärtssieg zeigte.

„Wir haben vorne jede Menge extrem schnelle und gefährliche Leute. Kai Broschinki, Alexander Laube und Nils Wittenberg haben jeweils bereits sieben Tore erzielt. Aber es ist auch unser gekonntes Umschaltspiel, das uns so stark macht“, erklärt Vollmer. Als Denker und Lenker der Mannschaft gilt Kapitän Philipp Garmann. Der Oberliga-erfahrene 28-Jährige redet viel mit seinen Mitspielern und gibt dem Spiel des VfL die nötige Struktur.

Zudem sind nur 17 Gegentreffer ein Beweis für die äußerst solide Westerceller Defensivarbeit. Die beiden vorzüglichen Torhüter Jannick Heuer und Patrick Schlothauer trugen ihren Teil zur starken Abwehrbilanz bei. „Im Kampf um die Meisterschaft wird es auf ein Duell mit dem TSV Elstorf hinauslaufen. Viele Punktverluste dürfen wir uns nicht mehr erlauben. Es wird ganz schwer, aber ich hoffe, dass wir am Ende mit dem nötigen Glück die Nase vorne haben“, so Vollmer.

Doch bevor es im März wieder losgeht, werden die Schwarz-Gelben unter anderem im Trainingslager in Munster noch einigen Schweiß vergießen. Mit dem 22-jährigen Giovanni Böse (zuletzt TuS Eicklingen) stößt ein talentierter Mittelfeldakteur zum Team. Dazu arbeitet Marcel Brunngräber an seinem Comeback.

Von Jochen Strehlau

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