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Fußball regional Missstimmung vor Bezirksliga-Derby
Sport Fußball regional Missstimmung vor Bezirksliga-Derby
17:05 25.04.2019
Der SC Vorwerk (weinrote Trikots) und der VfL Westercelle kreuzen bereits zum vierten Mal in dieser Saison die Klingen. Quelle: Oliver Knoblich
Celle

In der Fußball-Bezirksliga dürfte das Celler Stadtderby zwischen dem VfL Westercelle und dem SC Vorwerk, das am Samstag um 18 Uhr ausgetragen wird, für eine stattliche Zuschauerkulisse sorgen. Doch bei Tabellenführer Westercelle ist im Moment nichts mehr so, wie es einmal wahr: Die frühzeitige Bekanntgabe der Wechsel ihrer Leistungsträger Alexander Laube, Tom Schaper und Calvin Smith zum MTV Eintracht Celle hat beim VfL für gewaltige Unruhe gesorgt und überschattete die Derby-Vorbereitungen beträchtlich. In einem weiteren Samstags-Spiel will der SC Wietzenbruch versuchen, beim SV Lindwedel-Hope ein respektables Ergebnis zu erreichen.

VfL Westercelle – SC Vorwerk (Samstag, 18 Uhr)

Auf dem Westerceller Sportplatz an der Wilhelm-Hasselmann-Straße wird am Samstag wohl einiges los sein. Im Stadtduell zwischen dem Spitzenreiter und dem SCV geht es nämlich um mehr als nur ums Prestige. Es geht in erster Linie um drei für beide Teams enorm wichtige Punkte. Der VfL, der gerade erst die Tabellenspitze wieder zurückerobert hat, ist im Zweikampf mit dem punktgleichen Konkurrenten TSV Elstorf weiterhin unter Zugzwang.

Doch auf all diese Gegebenheiten konnte man sich beim VfL in diesen Tagen nicht konzentrieren. Trainer Heiko Vollmer ist stocksauer und schießt gegen die Verantwortlichen des Oberliga-Kandidaten MTV Eintracht Celle, denen er mangelndes Fairplay vorwirft. „Die vorzeitige Veröffentlichung der Wechsel von Laube, Schaper und Smith zum MTVE hat im Verein eingeschlagen wie eine Bombe. Es gibt kein anderes Thema mehr. Ich halte den frühen Zeitpunkt der Veröffentlichung für extrem unsportlich. Bei Eintracht hat sich niemand Gedanken darüber gemacht, welche Auswirkungen das bei uns, für die es immerhin um den Aufstieg in die Landesliga geht, haben könnte“, lautet Vollmers Vorwurf.

Er spricht von einer ganz schlechten Trainingswoche und befürchtet, dass sein Team aufgrund der großen Unruhe im Team gegen Vorwerk nicht an die bisher gezeigten Leistungen anknüpfen könnte. Dazu ist der Aufsteiger aus Vorwerk auch so etwas wie der Angstgegner der Westerceller, die sowohl bei den Stadtmeisterschaften, im Bezirkspokal als auch im Hinspiel Niederlagen gegen den SCV einstecken mussten. „Unter diesen suboptimalen Voraussetzungen wird das ein ganz schweres Spiel für uns“, meint Vollmer, der hinter den Einsätzen von Maurice Thies und Kai Broschinski noch Fragezeichen stehen sieht, sonst aber den kompletten Kader zur Verfügung hat.

Die Unruhe beim VfL könnte dem SC Vorwerk, bei dem der kommende Trainerwechsel von Stefan Mainka zu Marcus Hoffmann ruhig und harmonisch vollzogen wurde, also in die Karten spielen. „Wir sind mehr als motiviert. Dieses Derby wird Feuer haben. Jeder einzelne Spieler, der auf dem Platz steht, wird abliefern. Das kann ich versprechen“, so Mainka.

Sein Team braucht weiterhin dringend Punkte, um den Abstand auf den Relegationsplatz ausreichend groß zu halten. „Wenn der VfL mit seinen pfeilschnellen Spielern jedoch erst einmal ins Rollen kommt, wird es schwer für uns“, räumt Vorwerks Coach ein. Die Startelf hat er schon im Kopf, nicht jedoch die Positionen, auf die er seine Spieler stellt. „Ich werde die VfL-Aufstellung auf dem Spielberichtsbogen abwarten und mich danach für ein Spielsystem entscheiden“, kündigt Mainka, der weiter auf den verletzten Torben Buschmann verzichten muss, an.

SV Lindwedel-Hope – SC Wietzenbruch (Samstag, 16 Uhr)

Wietzenbruchs Trainer Eike Mach wird drei Kreuze machen, wenn diese völlig verkorkste Saison endlich vorbei ist. Doch auf der Bezirkliga-Abschiedstournee hat seine längst abgestiegene Truppe immer noch sechs Partien zu überstehen. Unter den gegebenen Voraussetzungen dürfte auch beim Tabellensechsten SV Lindwedel-Hope nichts zu holen sein. So wird es erneut nur um kämpferisches Dagegenhalten und Schadensbegrenzung gehen. Mangelnden Einsatz konnte man den Wietzenbruchern trotz der 0:5-Niederlage auch gegen den VfL Westercelle nicht vorwerfen. Doch an spielerischen Mitteln fehlt es eben an allen Ecken und Kanten. Echtes Bezirksliga-Format hat beim Wietzenbrucher Schlusslicht im Moment nur der immer wieder überragend haltende Torwart Niels Petersen.

Von Jochen Strehlau

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